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Sorgen des Handwerks : Der fehlende Nachwuchs tut weh

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wo bleibt der qualifizierte Nachwuchs? Das ist eine der ganz großen Sorgen der Wirtschaft. Eine Sorge, die dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister auch bei einem Treffen im Kreis Pinneberg mit Uwe Pein, Obermeister der Tischlerinnung, Tim Brockmann vom Verband des Handwerks und Heino Fischer vom Landesinnungsverband nahe gelegt wurde. Reinhard Meyer, der seit 55 Tagen vereidigte Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, war gestern auf Empfehlung der Tischlerinnung zur Mehlig GmbH gekommen.

Als kleine Ein-Raum-Tischlerei vor mehr als 25 Jahren gegründet, hat die Bautischlerei von Thomas Mehlig und Dirk Hölck mittlerweile mehr als dreißig festangestellte Mitarbeiter. Das in mehreren Hallen untergebrachte Handwerksunternehmen fertigt vornehmlich für Unternehmen, aber auch Privatkunden individuelle Lösungen im Innenausbau an.

„Bei der Gründung unserer Firma haben wir uns überhaupt keine Sorgen darum gemacht, dass es einmal keine geeigneten Lehrlinge geben würde“, berichtete Thomas Mehlig bei dem Zusammentreffen von Theorie und Praxis. Aktuell sind vier Auszubildende bei der Tischlerei beschäftigt.

Doch die Qualität der Nachwuchskräfte nehme immer mehr ab, bestätigte auch Heino Fischer, Landesinnungsmeister des Fachverbandes Tischler Nord. Ihn wurmt besonders, dass bei den Diskussionen um G8 und Inklusion das Duale Ausbildungssystem in den Hintergrund rücken könnte– und womöglich bald vergessen würde. „Natürlich haben wir einen Strukturwandel“, bestätigte Wirtschaftsminister Meyer. Daher sei es umso wichtiger, die berufliche Bildung hochzuhalten. „Das kann das Land aber nicht alleine bewerkstelligen, das ist nur in Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Wirtschaft möglich“, machte Meyer deutlich.

Den Kreis Pinneberg im speziellen betreffend äußerte Arbeitgeber Mehlig zudem seinen Unmut über die Diskussionen zur Kreisstraße 22, die seinen Angestellten eine schnelle Fahrt von Moorrege zur Autobahnanschlussstelle Tornesch ermöglichen würde. Das für Ende des Jahres erwartete Planfeststellungsverfahren wird Klarheit bringen. Vorab möchte sich der Wirtschaftsminister noch mit dem Tornescher Bürgermeister Roland Krügel treffen. Auch wenn wohl weniger Mittel für den Ausbau freigegeben würden, sehe Reinhard Meyer doch die Dringlichkeit der K 22. „Das wäre ein Wunsch von uns“, gab Mehlig dem Minister mit auf den Weg nach Kiel.

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erstellt am 03.Aug.2012 | 19:27 Uhr

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