Basketball : Der erste Sieg

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Nachdem die 1. Herren des TSV Uetersen im ersten Spiel nach ihrem Aufstieg in die 2. Regionalliga Nord bei der BSG Bremerhaven mit 48:88 untergegangen waren, gastierten sie am vergangenen Sonntag bei der BG Rotenburg/Scheeßel 89, die zuvor bereits zweimal verloren hatte. TSV-Trainer Emir Ibrahimbegovic stand fast sein kompletter Kader zur Verfügung: Nur Frank Werner (im Urlaub) fehlte. Und es begann gut für die Gäste: Sie gewannen den „Jump“ und vorne traf Philipp Döhring gleich.

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19. Oktober 2012, 19:20 Uhr

Die Hausherren agierten mit einer harten Verteidigung, die fast nur aus Fouls bestand. „Unser Gegner spielte sehr ruppig und hart“, klagte TSV-Spieler André Hoppe. Zunächst hatten die Uetersener noch eine Rebound-Überlegenheit und versenkten ihre Würfe konsequent im Korb – doch dann verwarfen sie zu oft und mit einer noch härteren Defensive egalisierte Rotenburg/Scheeßel seinen Rückstand nicht nur, sondern führte nach dem ersten Viertel knapp mit 20:19.

Im zweiten Abschnitt setzte sich dieses Bild fort: Die Hausherren versenkten ihre freien Würfe und holten immer mehr Rebounds. Kurz vor dem Ertönen der Pausensirene wurde ein BG-Spieler an der Dreierlinie gefoult und bekam drei Freiwürfe zugesprochen, die er allesamt verwandelte. Doch ein paar Sekunden waren noch zu spielen – und Philipp Döhring gelang noch ein „Dreier“, so dass es zur Halbzeit 45:45 stand. „Im dritten Viertel merkte man dann, dass die Rotenburger ein wenig an Kraft verloren und außerdem ein paar Foul-Probleme bekamen – doch wir haben unsere Würfen nicht konsequent genug versenkt, so dass es ein sehr knappes Spiel blieb“, berichtete Hoppe. Am Ende des dritten Viertels führten die Rosenstädter zwar mit 69:64, doch dies war noch lange kein beruhigendes Polster.

Die Partie entschied sich erst im letzten Viertel: Die Gäste spielten nun überaus konzentriert in der Abwehr, die TSV-Spieler waren schnell auf den Beinen und fingen immer wieder Pässe des Gegners ab. Vor allem Raoul Lehmann zeichnete sich in dieser Phase aus und schnappte sich gleich drei Bälle. Angefeuert von vier „Schlachtenbummlern“ aus Uetersen, die lauter waren als die BG-Anhänger, agierte das Ibrahimbegovic-Team nun auch konsequent im Offensivspiel: Die Pässe kamen an und die Würfe wurden versenkt. Auch, weil zwei Rotenburger nach ihren wiederholten Fouls nicht mehr mitwirken durften, gewann Uetersen mit 91:74 und feierte damit seinen ersten Regionalliga-Sieg seit über als 17 Jahren. „Ibrahimbegovic und wir Spieler waren erleichtert und überglücklich“, gewährte Hoppe einen Einblick in das Gefühlsleben seiner Uetersener auf der Rückfahrt.

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