Straßenmeisterei : Der Einsatzplan steht

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„Kein Winter ist ein guter Winter“, heißt es bei den sieben Straßenwärtern der Straßenmeisterei Pinneberg. Wie der letzte Winter. Da wurden mal gerade 300 Tonnen Salz gestreut. Ein echter Knochenjob war dagegen der Winter 2010. Der fing schon Mitte November an und hörte erst im März auf.

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12. November 2012, 19:04 Uhr

Egal wie der kommende Winter wird, das Team Tiefbau, zu dem auch die Straßenmeisterei gehört, ist auf alles vorbereitet. „Unser Einsatzplan steht, die Rufbereitschaft ist organisiert und die vier Räum- und Streufahrzeuge sind für den Winterdienst umgerüstet“, stellt Angela Biermann, die resolute Chefin des Team Tiefbau fest. 500 Tonnen Salz füllen das Lager im Hof der Straßenmeisterei in Moorrege bis zur Decke. Ein gutes Gefühl.

Dennoch: „Unsere größte Angst ist, dass das Salz nicht reicht“, verrät Angela Biermann. Es gibt in Deutschland nur zwei Unternehmen, die Streusalz liefern. Haben diese Liefer- oder Herstellungsengpässe, gäbe es keine Alternativen. Aber die vorhandenen Vorräte reichen erfahrungsgemäß, um die 100 Kilometer Straße und 80 Kilometer Radweg, für die der Kreis zuständig ist, befahrbar zu halten. Und so sieht ein normaler Einsatz im Winterdienst aus: Sind Schnee und Eisglätte angesagt, tritt derjenige der Straßenwärter, der Bereitschaft hat, nachts zwischen 2 und 3 Uhr vor die Tür und prüft die Straßenlage. Sieht es ernst aus, benachrichtigt er seine Kollegen, die sich sofort auf den Weg machen. Dann beginnt für die Straßenwärter der eigentlich gefährliche Teil ihres Jobs. Sie müssen mit ihren Autos über die noch ungestreuten und ungeräumten Straßen zur Straßenmeisterei gelangen. Da die Räumprofis zum Teil seit Jahrzehnten diesen Dienst tun, wissen sie, worauf sie zu achten haben.

Der Einsatz dauert in der Regel drei bis vier Stunden. Um sieben Uhr sind die Straßen dann für den Berufsverkehr frei. Ist die Wetterlage besonders kritisch, rückt der Streu- und Räumdienst noch ein zweites Mal am Abend aus. Die Bürger des Kreises Pinneberg profitieren davon, dass diese Arbeit noch vom Kreis selbst organisiert wird. In Schleswig-Holstein machen dies nur noch vier Kreise, die übrigen haben den Winterdienst an den Landesbetrieb Verkehr (LBV) übertragen.

Nach Aussage von Angela Biermann sind viele von ihnen inzwischen unzufrieden mit der Lösung, da sie nicht selbst die Leistung kontrollieren können. „Wir dagegen können selbst entscheiden, was zu tun ist und direkt handeln“.

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