Bürgerliches Engagement : Der dunkle Damm soll leuchten

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Bürgerideen sind immer willkommen. In der Regel sind solche Anstöße in Richtung Politik und Verwaltung geeignet, die Stadt voranzubringen. Nicht anders verhält es sich beim Vorschlag von Inge Carstens, Anwohnerin des „Damm“, der Kastanienallee in Verlängerung der Straße Lienausallee. Inge Carstens nutzt die Wegeverbindung zwischen Alt- und Innenstadt gerne und regelmäßig. Nichtzuletzt, so sagte sie am Dienstag während eines Pressegesprächs, sei der Damm auch ihr Weg zum Ärztehaus.

shz.de von
27. Februar 2013, 20:32 Uhr

Nun mag es durchaus angenehm sein, den Weg in Etappen zurückzulegen. Der Damm wird dafür von Sitzbänken begleitet. „Doch diese befinden sich in einem eher trostlosen Zustand“, so die Uetersenerin. Sie würden erstens nicht sehr einladend aussehen und seien zweitens abgesackt.

Was tun? Im Rathaus vorstellig werden und dort meckern? Das ist nicht die Art von Inge Carstens, die weiterdenkt: Ein Sponsor müsste gefunden werden, der neue Bänke aufstellt. Der Idee folgte die gezielte Aktion, also der Telefonanruf bei der Malerei und Autolackierung Riewesell. Das Unternehmen kennt die Bürgerin gut. Und wer kann Inge Carstens schon etwas absprechen? Das lässt sie nämlich gar nicht gerne zu. Heino Riewesell aber, den Chef der Firma, brauchte sie nicht zu überzeugen. Der Vorschlag habe plausibel geklungen. „Wir helfen gerne“, so der Unternehmer gegenüber den Uetersener Nachrichten. Sechs Bänke sollen nun aufgestellt werden. Vermutlich im April. Sehr schnell konnte Inge Carstens dieses Thema also „abhaken“.

Doch damit nicht genug: Im Sommer ist das eher kein Thema, doch wenn es langsam Herbst wird, wenn die Nacht immer früher hereinbricht, dann wird der Damm schnell zur Stolperfalle, denn er ist unbeleuchtet. Gerade ältere Menschen meiden diese Abkürzung dann. „Es müsste doch möglich sein, diesen Weg zu beleuchten?“ Inge Carstens griff wieder zum Telefonhörer. Technischen Rat holte sie bei Firma Elektro-Matthiessen ein, zudem informierte sie weitere Anwohner, die IHG, den CDU-Stadtverband und den Vorsitzenden des Umwelt- und Kleingartenausschusses, Dieter Schipler (SPD). „Meine Recherche hat ergeben, dass etwa 10000 bis 12000 Euro erforderlich sind, denn vier bis fünf Lampen müssten schon aufgestellt werden“, so die Uetersenerin.

Am Dienstag war Ortstermin. Man traf sich, aktiviert von der rüstigen Seniorin, an der Bushaltestelle „An der Klosterkoppel“ und schritt anschließend den Ort der Finsternis ab. Wie’s gehen kann, erläuterte der Gruppe Elektromeister Thorsten Matthiessen. Und nach diesem grundsätzlichen „Es ist technisch möglich“ wurde die Sponsorenfrage diskutiert. Diese konnte noch nicht abgeschlossen werden. Alle bekundeten jedoch ihre Unterstützung, insbesondere die Politiker.

Von der Stadt sei aufgrund des Konsolidierungszwangs wohl kein Geld zu erwarten, so Inge Carstens. Der Optimismus verlässt sie dennoch nicht. Jetzt sei es an Uetersen, zu handeln. Dabei meint sie Firmen und Bürger, die den Griff ins Portemonnaie verkraften können – für die gute Sache. Die finanzielle Koordination hat Hartmut Stonner, Zweiter Vorsitzender der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe und Altstadtkaufmann, übernommen.

Wer sich also vorstellen kann, die bürgerliche Idee zu unterstützen, wende sich direkt an den Kaufmann. Zu erreichen ist Hartmut Stonner zum einen im Uhrenhaus Bentien und zum anderen telefonisch unter der Rufnummer 04122/2036.

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