zur Navigation springen

Betreuungsschule : Der Druck auf die Gemeinde wächst

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mitglieder des Schulausschusses haben während ihrer jüngsten Sitzung grundsätzlich Position für die Betreuungsschule bezogen. Sie empfahlen eine Ausweitung der Betreuungszeit, forderten eine Lösung für das Raumproblem und mehr Personal für die Essensausgabe. Nicht benannt wurde allerdings der zeitliche Rahmen. Vor diesem Hintergrund haben die Eltern jetzt den Druck auf die Gemeinde erhöht.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 21:56 Uhr

Platz für das gemeinsame Mittagessen, Ruheräume für stilles Arbeiten und Pausen, Bereiche für Bastelangebote und zum Toben – Betreuungsschulen haben einen hohen Raumbedarf. Platz aber ist inzwischen knapp in der Moorreger Grundschule, zumindest derzeit. Die Betreuungsschule nutzt bereits Klassenräume, das Foyer und die Aula. Die Grenzen werden wohl endgültig erreicht, wenn im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet Schafweide die Schülerzahlen steigen. Da allerdings offen ist, ob nach den Sommerferien tatsächlich mehr Kinder die Grundschule besuchen werden, geht vor allem in der CDU-Fraktion die Angst vor sinkenden Schülerzahlen und damit der drohenden Einzügigkeit um. Ausschussvorsitzender Helmuth Kruse (Bündnis 90/Die Grünen) hält dagegen: „Der demografische Wandel greift frühestens in zehn Jahren“, sagte er und sieht deshalb keine Alternative zu einer Ausweitung der räumlichen Kapazitäten. Und das bevorzugt mit einem Anbau. „Dann muss es aber ein Nutzungskonzept für die Räume geben.“ Er könne sich vorstellen, den Platz etwa am Nachmittag Vereinen und Verbänden zur Verfügung zu stellen.

Außerdem baut er auf die Moorreger Eltern, die ihre Kinder derzeit außerhalb der Gemeinde beschulen und betreuen lassen. „Möglicherweise kommen diese Kinder zurück, wenn das Betreuungsangebot stimmt“, sagte er. Dazu gehört für ihn auch die Ausweitung der Betreuungszeit von derzeit 14 auf dann 16 Uhr.

Für die meisten Eltern ein absolutes Muss. Sie drohten inzwischen damit, ihre Kinder auf andere Schulen zu geben, falls die Gemeinde nicht zeitnah reagiere.

Um die Kosten zukünftig gerechter zu verteilen, ist für die Ausschussmitglieder eine Erhöhung des Betreuungsgeldes für vier Stunden von derzeit 35 Euro um zehn oder 15 Euro denkbar. Dafür soll der Beitrag für eine verlängerte Betreuung bis dann 16 Uhr konstant bei 75 Euro bleiben. Und schließlich brauchen die Mitarbeiter der Betreuungsschule Hilfe bei der Essensausgabe. Denkbar wäre die Einstellung einer 450 Euro-Kraft. Gerne würde die Gemeinde die Kosten hierfür auf die Eltern umlegen, was zwangsläufig die Preise für das Essen in die Höhe treibt. Um wie viel, das prüft die Verwaltung jetzt. Schulleiterin Gudrun Voß ist zufrieden mit dem eingeschlagenen Weg. „Ich habe den Eindruck, dass die Politik Verständnis für die Situation hat“, sagte sie. Nun wünscht sie sich zeitnahe Lösungen. Wohl nicht ganz zu Unrecht, denn im jüngsten Finanzausschuss war das Thema überraschend nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert