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Uetersener Nachrichten

21. November 2017 | 13:11 Uhr

Frühlingsfest : Der Dreirad-Rasenmäher-Mann

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es stellt eine Kuriosität dar. Mit einem Dreirad- Rasenmäher hat Björn Bruhn aus Moorrege gestern beim Haseldorfer Frühlingsfest den Wettbewerb „Das eigenwilligste Fahrrad“ gewonnen.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2014 | 22:24 Uhr

Das Tretlager des „Cycle-Mowers“ treibt nicht nur die Räder, sondern auch ein Schneidewerk unterhalb des Sattels an. Die AEG hatte das Gerät einst als Prototyp entwickelt, wahrscheinlich nach der ersten Ölkrise, vermutete Bruhn. Warum es nicht in Serie ging, liegt auf der Hand: An Hängen kippt der Fahrer schnell um. Mäht er Rasenkanten, zerpflügt er mit einem der Hinterräder das Beet.

Am Herzen liegt Bruhn aber ein Drahtesel, der vor allem durch seine Geschichte beeindruckt. Der Fahrradhändler hatte es einst als gut erhaltenes Stück verkauft. Erst als der Kunde es ihm nach einigen Jahren zur Entsorgung zurückgab und Bruhn sich selbst draufsetzte, merkte er, dass der Drahtesel wie für ihn geschaffen ist. Das war 2010. Inzwischen fuhr der 49-Jährige mit dem Rad unter anderem zweimal nach Polen. Zum zehnten Mal richteten die Gewerbetreibenden aus Haseldorf ihr Frühlingsfest aus. 18 Betriebe stellten sich am Elbmarschenhaus vor. „Viele haben gar keinen Verkaufsraum und können sich hier präsentieren“, sagte Bürgermeister Uwe Schölermann. Die Stadtwerke Wedel traten erstmals als einziges auswärtiges Unternehmen auf. Sie betreiben seit 2013 das Stromnetz im Amt Haseldorf.

Die Handwerker schätzen den Standort. „Man arbeitet im Dorf zusammen“, sagte der Restaurator und Tischler Torsten Speer. Die Betriebe empfehlen sich gegenseitig weiter, unterbreiten den Kunden gemeinsame Angebote. „Das ist auf dem Dorf angenehm. Da habe ich kurze Wege“, sagte der 55-Jährige.

Nicht wenige Bewohner beauftragen bevorzugt Betriebe aus dem Ort. „Viele möchten, dass die Arbeit im Dorf bleibt“, sagte Olaf Schwarck, Fachhändler für Sanitär- und Heizungstechnik. Sein Konkurrent Michael Holtorf betonte zwar, dass die Kundschaft vor Ort zum Überleben nicht reiche. Da die Lebenshaltungskosten und damit die Stundenlöhne in Hamburg aber höher als auf dem Lande ausfallen, könne er die Mitbewerber in der Stadt preislich unterbieten.

Vereine, Feuerwehr und Künstler sorgten für einen Dorffest-Charakter. Es kamen zwar weniger Besucher als im Vorjahr – wahrscheinlich wegen des kalten Windes. Doch vor allem vor den Essensständen saßen viele Gäste.

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