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Jürgen Frenzel-Halle : Der Berg kreißte und gebar eine Maus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit Spannung war sie erwartet worden, die Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstag. Sollten doch Einsparungen im Bereich der Jürgen-Frenzel-Halle beschlossen werden. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der Hauptausschuss die entsprechenden Zuständigkeiten auf den Sozialausschuss delegiert. Im Fokus des Einsparpotenzials stand das öffentliche Baden.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 21:44 Uhr

Nach umfänglichen Ausarbeitungen der Verwaltung bezüglich möglicher Einsparungspotenziale für das städtische Hallenbad, insbesondere durch Abgabe von öffentlichen Schwimmzeiten an die Schulen und Vereine gemäß deren geäußerten konkreten Wünschen, wurde ein möglicher Belegungsplan mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2017 erarbeitet, um die Neuverteilung von Schwimmzeiten darzustellen.

Wie die Verwaltung den Politikern vorgelegt hat, ist eine Neuverteilung der Schwimmzeiten aus verschiedenen Gründen erst zu diesem Datum möglich. Insbesondere vor dem Hintergrund einer längeren, renovierungsbedingten Schließung der Schwimmhalle, vermutlich mit Beginn der Sommerferien und dann bis zum Jahresende.

Nach intensiver Diskussion mochten sich die Gremienmitglieder ein weiteres Mal nicht festlegen und verwiesen die Angelegenheit zur weiteren Beratung zurück in die Fraktionen. Diese betrifft auch die Frage, ob ein automatisches Kassen- und Eingangs-Kontrollsystems eingerichtet werden soll.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die zurzeit bestehende wöchentliche öffentliche Schwimmzeit des Hallenbades von 31,5 Stunden um acht Stunden auf dann 23,5 Stunden zu reduzieren. Sonnabends soll die Schwimmhalle weiterhin für öffentliches Baden zur Verfügung stehen, verbunden mit einer gleichzeitigen, unregelmäßigen Nutzung durch die Volkshochschule Tornesch-Uetersen.

Gesetzt den Fall, die Ortspolitik würde beschließen, das gesamte öffentliche Schwimmen einzustellen, würde sich das Jahresdefizit um rund 97000 Euro reduzieren lassen. Ein Grund für die Politiker, nicht zu entscheiden, war die Intransparenz hinsichtlich der Gesamtkosten. So möchte die Politik gerne wissen, wie hoch das Defizit der Jürgen-Frenzel-Halle wirklich ist. Für die Entscheidung hinsichtlich der Reduktion des öffentlichen Badens sind diese Zahlen jedoch eher überflüssig, weil sie den Gesamthaushalt der Schwimmhalle betreffen. Das jährliche Defizit (das Einsparpotenzial) für das öffentliche Baden wurde von der Verwaltung bis auf die letzte Kommastelle vorgestellt: Personal (Kassiererinnen): 46405,50 Euro. Betriebskosten: 50551,80 Euro. Im Mai werden sich die Sozialpolitiker ein weiteres Mal mit der Materie befassen und dann vielleicht eine gewichtige Entscheidung treffen. Schließlich wird das Thema auch vor dem Hintergrund der notwendigen Haushaltskonsolidierung diskutiert.

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