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Kubus-Gutachten : Der Bauhof kann besser werden

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Bauhof ist ein gemeindliches Dienstleistungsunternehmen, das sich die meisten Kommunen leisten. Durch die Mitarbeiter werden Anlagen gepflegt, Reparaturen ausgeführt oder kleinere Bauarbeiten erledigt. Im Haseldorfer Amtsbereich gibt es seit zehn Jahren eine mal intensiv geführte, dann wieder versandende Diskussion über die Arbeit des Bauhofes für die drei H-Dörfer.

Die Freien Wähler aus Haselau und Hetlingen sowie die Haseldorfer Sozialdemokraten machen sich jetzt für eine Reform stark. „Unser Ziel muss sein, die Kollegen des Bauhofs möglichst tatkräftig bei den Anforderungen zu unterstützen und gleichzeitig die Anforderungen an die zeitgemäße und effektive Abarbeitung gemeindlicher Aufgaben zu gewährleisten“, so die Vorsitzenden Thomas Hölck (SPD), Michel Wiest (FW) und Michael von Malottki (FWH) in einer Presseerklärung Ein Gutachten ist Auslöser der Initiative der Parteien, die drei der sechs Mitglieder im Amtsausschuss stellen. Denn die Firma „Kubus Kommunalberatung und Service GmbH“ aus Schwerin hat im Auftrag des obersten politischen Gremiums des Amts die Arbeit des Bauhofes untersucht. Die Gutachter haben die Abläufe und Strukturen analysiert, Schwachstellen aufgedeckt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

„Wir sind sehr froh, dass das Gutachten dem Bauhof bescheinigt, zuverlässig und verantwortungsvoll zu arbeiten“, erklären die drei Politiker. Das Gutachten bestätige, dass die personelle Ausstattung und die technischen Ausrüstungen für die Aufgaben ausreichend seien, wenn sie von der Politik sinnvoll beschränkt werden. Die Einrichtung hat drei Mitarbeiter in Vollzeit.

„Wir freuen uns, dass die Gutachter uns bescheinigen, dass wir mit einem gemeinsamen Bauhof für alle drei Gemeinden auch zukunftsfähig aufgestellt sind“, so von Malottki, Wiest und Hölck. Natürlich müsse man auch Geld in die Hand nehmen und die turnusmäßigen Ersatzbeschaffungen ausführen. Dies gelt es jetzt schnellstmöglich zu prüfen und umzusetzen.

Beispiel für von den drei Politiker als positiv bewertete Kubus-Reformvorschläge finden Sie im neben stehenden Artikel.

Der Amtsausschuss wird sich voraussichtlich während seiner Sitzung am Mittwoch, 17. Dezember, ab 19.30 Uhr mit dem Thema Bauhof befassen. Wo die Politiker beraten, steht noch nicht fest.

Verbesserungsvorschläge

Veränderungen schlägt Kubus unter anderem beim Winterdienst vor. Der sollte nicht mehr vom Bauhof erledigt, sondern privat vergeben werden.

Das Gutachten kritisiert ferner die direkte mündliche Vergabe von Aufträgen, die bislang unkoordiniert über Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter und andere Stellen an die einzelnen Bauhofmitarbeiter erfolgen. Dies sei ineffizient, kompliziert und kaum planbar. „Wir haben diese Form der Dienstanweisungen schon seit Jahren kritisiert, konnten uns jedoch mit unserer Argumentation im Amtsausschuss nicht durchsetzen“, erklären Thomas Hölck (SPD Haseldorf), Michael Wiest (Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen) und Michael von Malottki (Frei Wählergemeinschaft Haselau). Die Gutachter schlagen vor, dass eine Ansprechperson die Anfragen zukünftig koordinieren und mit dem Bauhof nach Priorität abarbeiten soll. „Dies ist seit Jahren unser Wunsch gewesen“, erklärten die drei Politiker. Jetzt gelt es, die weiteren Vorschläge des Gutachtens durchzuarbeiten und zusammen mit dem Bauhof professionell umzusetzen. „Wir sind sicher, dass unsere Beschäftigten somit noch effektiver arbeiten und deutlich zufriedener ihre Aufgaben erledigen werden“, schlussfolgern Freie Wähler und Sozialdemokraten.

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erstellt am 20.Nov.2014 | 19:58 Uhr

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