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Johannes-Schwennesen-Schule : Der Bauer darf den König schlagen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kilian hat den Zeigefinger auf die Stirn gelegt, reibt ihn hin und her. Sein Blick ist auf das Brett auf dem Tisch gerichtet. Was wird Colin, der ihm gegenüber sitzt, als nächstes anrichten? Wird er wieder einen von seinen schwarzen Bauern klauen oder gar den Springer erobern? Den Stein mit dem hübschen Pferdekopf muss er sichern, der kann um die Ecke springen – also lieber den Bauern riskieren.

shz.de von
erstellt am 05.Mär.2012 | 21:14 Uhr

Im ersten Stock der Schwennesen Schule sitzen 13 Jungen und denken um die Wette, denn hier sind Meisterschaften angesagt, die Schulmeisterschaften im Schach. In der Schach-AG treffen sich Schüler aus den zweiten und dritten Klassen, lauter Jungen, Mädchen sind nicht dabei, die haben dazu anscheinend keine Lust. Vielleicht, weil dort zu wenig gesprochen wird? Schach-AG Leiter Ewald Heitmann ist allerdings alles andere als sprachlos, er hat den Jungen das „königliche Spiel“ nahezu im Handumdrehen beigebracht und die verfügen nach einem ersten theoretischem Test bereits über ein „Bauern-Diplom“, das bestätigt, dass sie bereits ganz wichtige Grundkenntnisse erworben haben. Schulleiterin Maria Leipold schaut ebenfalls bei den Meisterschaften herein, hält große Stücke von der anspruchsvollen Arbeitsgemeinschaft.

Die Jungen sind begeistert von dem spannenden Spiel, sitzen sich an sieben Tischen immer zu zweit gegenüber, wetteifern in vier Runden um den Sieg. Und hier geht es auch um etwas: Den vier Besten der Schulmeisterschaft winkt eine Fahrt zur Landesmeisterschaft am 10. März nach Bad Segeberg, außerdem blinken ihnen hier in der Schule drei verlockende, goldene Pokale entgegen. „Schach fördert außerdem die Konzentration, das strategische und logische Denken“ flüstert Ewald Heitmann.

Der pensionierte Realschullehrer leitet die Arbeitsgemeinschaft an der Tornescher Grundschule ehrenamtlich, er weiß, wie sehr seine Schüler hier gefördert und gefordert werden und freut sich darüber, dass die Kinder hier drei Stunden lang voller Konzentration spielen. Er hatte anfangs eigentlich gar nichts mit Schach am Hut, seine beiden Enkel haben ihn davon überzeugt. Denn die sind darin richtig Spitze, das beweist Thees Heitmann, der von Anfang an an der Schwennesen-Schule als Favorit gilt und schließlich auch ganz locker all seine Konkurrenten aus dem Feld schlägt und den größten „Pott“ mit nach Hause nimmt. Die Jungen haben es geahnt, obwohl vorher noch ein kleiner Hoffnungsschimmer für sie aufkam, als Thees erkrankte und in der Schule fehlte. Doch nun freuen sie sich allesamt mit den Siegern und sind gespannt, wie die in Segeberg abschneiden.

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