zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 01:44 Uhr

Basketball : Den Meister geschlagen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum ultimativen Spitzen-Derby der Oberliga empfingen die 1. Herren des TSV Uetersen am vergangenen Sonnabend den SC Rist Wedel III, der die Meisterschaft bereits sicher hatte. Die Uetersener mussten gewinnen, um ihre Chance auf die Vizemeisterschaft und den Aufstieg aufrechtzuerhalten. Die etwa 80 Zuschauer in der LMG-Halle sahen ein packendes Nachbarschaftsduell. Im ersten Viertel nahmen die Hausherren das Heft in die Hand und punkteten konstant. Auf Gäste-Seite hielt vor allem André Bade dagegen – nach zehn Minuten stand es 32:23 für Uetersen. Im zweiten Viertel ging der Schlagabtausch munter weiter. Die Wedeler machten sich das Leben selbst schwer, indem sie mit dem Schiedsrichter diskutierten, was dazu führte, dass „technische Fouls“ und ein „unsportliches Foul“ gegen Rist III gepfiffen wurde. Zur Halbzeit hieß es 51:41 für den TSV.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2012 | 20:53 Uhr

Im dritten Abschnitt stiegen die Intensität des Spiels und die Lautstärke in der LMG-Halle tatsächlich noch weiter an. „Unsere Defensive war jetzt nicht mehr so gut wie in der ersten Halbzeit“, gab TSV-Spieler André Hoppe zu. So schmolz der Vorsprung immer mehr zusammen, aber mit einem Kraftakt retteten sich die Rosenstädter zum 82:70 in die kurze Pause vor dem letzten Viertel. Dieses begann mit einem Korb der Gäste, dann warfen die Uetersener vorbei. Der Meister zeigte nun, dass er unbedingt ungeschlagen bleiben wollte, und ein Angriff nach dem anderen fand sein Ziel im TSV-Korb. So lagen die Wedeler auf einmal vorne – doch dann fasste sich der bis dahin nicht so treffsicher wie sonst agierende Tim Schölermann ein Herz und verwandelte drei Dreier-Würfe in Folge (bis dato war dem Uetersener in dieser Partie noch kein Korb gelungen). Als noch 14 Sekunden zu spielen waren, glich Bade mit einem „Dreier“ zum 98:98 aus. Im Gegenzug dribbelte Uetersens Torben Schölermann nach vorne und wurde, als er den Ball zu einem Mitspieler passen wollte, gefoult. Noch 2,6 Sekunden standen auf der Uhr: Einwurf Uetersen, Torben Schölermann wird freigeblockt und erneut gefoult. Nach dem nächsten Einwurf kam Torben Schölermann zum Wurf, wurde auch nicht gefoult – und verwarf. Die Rister schalteten für einen kurzen Moment ab und wähnten sich schon in der Verlängerung ... Doch Uetersens Jan-Frederic Linde spielte weiter, schnappte sich den verworfenen Ball in der Luft und warf ihn im Rückwärtsfallen in Richtung Korb. Die Schlusssirene ertönte, der Ball flog durchs Netz und der Korb zählte – Uetersen hatte den Meister nach einem wahnsinnig spannenden Ende mit 100:98 geschlagen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert