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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 01:40 Uhr

Handball : Den Meister gefunden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Obwohl sie alles gegeben hatten, mussten die Spieler der 1. Männer des TuS Esingen am Ende mit ansehen, wie ihre Gegner vom Altrahlstedter MTV Hamburg den Gewinn der Hamburger Meisterschaft bejubelten. Ausgerechnet in der Neuen KGST-Halle, der Heimspielstätte ihres ärgsten Verfolgers, machten die AMTV-Handballer am Sonnabend vorzeitig ihren Titelgewinn perfekt. Mit einem 19:19-Unentschieden wahrten die Hamburger ihren Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Tornescher, die diesen Rückstand zwar in drei Partien noch wettmachen könnten – aufgrund ihrer 34:37-Niederlage im Hinspiel dann aber im bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich den Kürzeren ziehen würden.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2015 | 21:46 Uhr

AMTV-Trainer Goran Stojanovic, lange Jahre Torhüter beim HSV, lobte TuS-Torwart Benjamin Boje: „Er hat überragend gehalten!“ Mit spektakulären Paraden hatte Boje neben der Esinger Abwehr einen großen Anteil daran, dass die Altrahlstedter nur 19 Mal trafen – in ihren vorherigen 19 Saisonspielen hatten sie stets mindestens 27 Tore erzielt. Weshalb reichte es trotzdem nicht zum Heimsieg, mit dem die Esinger ihre minimale Titelchance gewahrt hätten? „Wir haben nicht genügend Vorteile aus dem Tempospiel gezogen“, so Claas-Peter Schütt, der die TuS-Männer zusammen mit Till Krügel betreute und feststellte: „Der AMTV hat auch keine einfachen Tore gemacht!“ Allerdings resultierten alleine vier der ersten sechs Gäste-Treffer aus Siebenmetern. Auf die Frage, ob diese Strafwürfe berechtigt gewesen wären, entgegnete Schütt: „Ja, wenn uns auch die entsprechende Anzahl an Siebenmetern zugesprochen worden wäre ...“ Die Esinger gingen aber nur dreimal zum Punkt: Jannik Genz traf und scheiterte je einmal, Max-Lennart Albrecht traf.

Obwohl Lennart Haas beim ersten Angriff ein Zahn ausgeschlagen wurde (er fuhr zur Behandlung ins Krankenhaus), drehte die Heim-Sieben einen 0:2-Rückstand (2. Minute) zum 3:2 (8.). Beim 5:8 und 6:9 (20.) lagen die Tornescher mit drei Toren zurück. Weil es am Kreis wiederholt Fehlpässe gab, blieben mit Nicolas Philippi und Daniel Abel beide TuS-Kreisläufer gegen die starke AMTV-Abwehr torlos.

Bis zur Pause kämpften sich die Esinger aber auf 10:11 heran. Auch in der zweiten Hälfte gab es eine packende Abwehrschlacht. Beim 15:13 (45.) und 18:16 (55.) durften die Esinger davon träumen, sogar den direkten Vergleich zu gewinnen. In der Schlussphase begünstigten sie mit ihren technischen Fehlern aber drei AMTV-Tore in Folge. Immerhin glich Albrecht noch zum 19:19-Endstand aus. Im Kampf um die Vizemeisterschaft könnte das Remis noch wertvoll sein für die Esinger, die nicht nur ihren, sondern auch Hamburgs Meister fanden.

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