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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 20:31 Uhr

Handball : Den Meister gefunden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum ultimativen Hamburg-Liga-Topspiel empfingen die 1. Männer des TuS Esingen am Sonnabend als Tabellen-Zweiter den Spitzenreiter SG Hamburg-Nord. In der gut gefüllten Neuen KGST-Halle begannen die Esinger nervös und leisteten sich zunächst drei Fehlwürfe: Lennart Haas zielte zu hoch, nach dem 0:1 warf Daniel Günter vorbei und Max-Lennart Albrecht traf nur den Pfosten.

Nach knapp drei Minuten brach Albrecht den Tor-Bann und verwandelte einen Strafwurf, den Daniel Abel herausgeholt hatte, zum 1:1.

Die Anfangsphase war alles andere als torreich. Nach dem 1:2 bekam ein SG-Spieler nach einem Foul an Haas früh die erste Zwei-Minuten-Strafe (6. Minute) und in Überzahl verwertete Günter einen schönen Spielzug zum 2:2 (7.). Vor den Augen zahlreicher Spieler der HSG Pinnau, die Hamburg-Nord jüngst die erste Saison-Niederlage beigebracht hatten, leisteten sich die Esinger anschließend wieder drei Fehlversuche (Jonathan Karow und Jesko Semmelhack scheiterten jeweils am Keeper, Albrecht zielte vorbei), während die Gäste ihre Angriffe blitzschnell und effizient vortrugen: Zack, zack, zack – und es stand 2:5 aus TuS-Sicht (10.).

Albrecht antwortete mit einem Kracher aus der Distanz, der zum 3:5 einschlug – und weil TuS-Torwart Alexander Daniel Witt in der Folgezeit drei Paraden zeigte, drehten die nun wacheren Esinger die Partie (vorerst) zu ihren Gunsten. Semmelhack sorgte in der 15. Minute für den erstmaligen Ausgleich (7:7); dann holte Karow einen Strafwurf heraus, den Albrecht zur ersten TuS-Führung verwandelte (8:7/16.). Die Hausherren hatten nun ihre beste Phase und Günter sorgte gleich zweimal für eine Zwei-Tore-Führung.

In der 19. Minute kippte die Partie aber zugunsten der Gäste: Abel wurde nach einem Foul kein Siebenmeter zugesprochen, der Gegenstoß bedeutete das 10:9. Ein Stürmerfoul von Albrecht beantworteten die Hamburger mit dem 10:10. Nach zwei weiteren SG-Treffern nahm TuS-Trainer Jan-Henning Himborn eine Auszeit (22.), nach der der Rückstand auf 10:17 anwuchs (28.). Günters 11:17 war das einzige TuS-Tor in den letzten zwölf Minuten der ersten Halbzeit; die Gäste trafen in dieser Phase elfmal, was einen 11:19-Pausenstand bedeutete.

Mit einem neuen Keeper (Fabian Gottwald ersetzte Witt) bestritten die Hausherren die zweite Hälfte. Immer dann, wenn Hoffnungen auf eine Aufholjagd aufkamen, folgte ein Esinger Fehlversuch. So wuchs der Rückstand in der 43. Minute sogar auf neun Tore an (16:25). Erst in den letzten Minuten verkürzten die Esinger noch von 22:29 zum 25:29-Endstand, hatten aber in Hamburg-Nord nicht nur ihren Meister, sondern auch den diesjährigen Hamburg-Liga-Meister gefunden: „Nie mehr Hamburg-Liga“, skandierten die SG-Spieler, die den Titelgewinn und den Aufstieg in die Oberliga ausgerechnet in der Halle ihres ärgsten Verfolgers perfekt machten.

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erstellt am 24.Mär.2013 | 18:10 Uhr

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