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Schlichtungswesen an Schulen : Den Konflikten rechtzeitig begegnen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lehrerin Christa Cordts und Schulleiter Wolfgang Balasus waren stolz auf ihre Schüler.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2013 | 18:39 Uhr

Die Mädchen und Jungen an der Rosenstadtschule, die gestern ihre Zertifikate erhalten haben, ließen sich während des vergangenen halben Jahres zu Streitschlichtern ausbilden. Streitschlichter gibt es an vielen Schulen. Dieser Umstand besagt nun nicht, dass es an den Schulen, die über ein sehr ausgeprägtes Streitschlichterwesen verfügen, besonders ruppig zugeht. Es wird damit lediglich verdeutlicht, dass die an der jeweiligen Schule unterrichtenden Pädagogen soviel Vertrauen zu ihren Schülern haben, dass sie diesen Aufgaben übertragen. Denn nicht alles, was sich unter Mitschülern ereignet, muss sogleich unbedingt zur Sache der Lehrkräfte, geschweige denn des Schulleiters werden.

Die Mädchen und Jungen der achten Klassenstufe, die gestern das begehrte Papier entgegennehmen durften, haben sich zusätzlich zum Unterricht immer dienstags für jeweils zwei Stunden getroffen und sich die Themenfelder Gesprächsführung und Konfliktanalyse erschlossen.

Auch der „Ablauf einer Streitschlichtung“ wurde mehrfach geübt. Ansprechbar sind die Streitschlichter an der Rosenstadtschule jeweils in der zweiten großen Pause in einem geschützten Raum, der allen Schülern bekannt ist. Die Streitschlichter sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Nicht einmal die Lehrer erfahren, was hinter den geschlossenen Türen besprochen und gegebenenfalls vereinbart wird. Wolfgang Balasus sagte, dass die Schüler nicht nur großen Einsatz gezeigt hätten, sondern dass die Kenntnisse, die sich die Jungen und Mädchen erworben hätten, auch im Leben nach der Schule nützlich seien. Der Grundsatz, dass man nicht für die Schule, sondern für das Leben lernt, hat sich also wieder einmal bestätigt.

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