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Uetersener Nachrichten

20. November 2017 | 16:45 Uhr

Zukunfts-AG : Den Kieler Reformplänen begegnen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie offensiv mit Umstrukturierungen umgegangen wird, erläuterte Oberst Klaus Kuhle am Beginn der jüngsten Amtsausschusssitzung. Die Politiker tagten auf Einladung des Kommandeurs der Marseille-Kaserne im Konferenzraum des Schulungsgebäudes. Ist die Arbeit an der Bundeswehrreform in der Appener Unteroffizierschule in vollem Gange, so stehen den Amtsausschussmitgliedern noch Veränderungen bevor, die sie überflüssig machen könnten. Mit der Gründung einer Arbeitsgruppe will man zukünftig schnell auf Vorschläge aus Kiel zur Neuordnung von Verwaltungen und Kommunen reagieren können.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2013 | 21:47 Uhr

Ein bisschen verkehrte Welt gab es allerdings schon im Amtsausschuss. Sind es auf Landesebene die Christdemokraten, die lautstark gegen die Pläne von Rot-Grün-Blau Front machen, so hatte im Moorreger Amtsausschuss ein Sozialdemokrat die Initiative ergriffen. „Das Amt Moorrege arbeitet sehr zuverlässig, effizient und kostengünstig“, erklärte der Appener Ulrich Rahnenführer. Seit mehreren Legislaturperiode würden Landesregierungen bestrebt sein, die kommunalen Strukturen zu verändern. Mit einem Arbeitskreis könnte man politisch reagieren, wenn sich in Kiel etwas tut. Schließlich sei das Amt Moorrege „eine Erfolgsstory“, so Rahnenführer.

Nach der Sommerpause sollen die parlamentarischen Beratungen beginnen. Im Koalitionsvertrag ist eine Gemeindegröße von mindestens 8000 Einwohnern als erstrebenswert festgeschrieben worden.

Unterstützung für Rahnenführer kam aus den kleinen Dörfern. „Wir dürfen die Augen nicht verschließen“, sagte die Groß Nordender Bürgermeisterin Ute Ehmke (GuB). „Sinnvoll“ sei die Idee, sagte der Neuendeicher Bürgermeister Günther Laudan (CDU). „Wir müssen als Amt mitreden.“

Weit weg schieben wollte der Heidgrabener Bürgermeister Udo Tesch die Idee seines Parteifreundes. Die Arbeitsgruppe sollte nicht auf Amts-, sondern auf Kreisebene eingerichtet werden, so der Sozialdemokrat. Dem hielt der Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann entgegen, dass man während eines Treffens beim Frühstück versucht hatte, Solidarität mit anderen Kommunen zu erzeugen. Das Ergebnis sei „nicht berauschend“ gewesen, so der Christdemokrat.

Nicole Förthmann vom Personalrat der Moorreger Amtsverwaltung wies auf die Verunsicherung unter den Mitarbeitern hin. Sie wüsste nicht, was aus ihren Arbeitsplätzen werde.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen berichtet aus informellen Kontakten, dass „2017 Nägeln mit Köpfen gemacht wird.“ Die Reformpläne würden sich dann nicht nur auf die Amtsverwaltungen, sondern auch auf die Dörfer erstrecken. Jürgensen: „Sind wir weg, seid auch Ihr weg.“

Personalrat ist dabei Je Gemeinde soll ein Vertreter in der Arbeitsgruppe „Zukunftssicherung des Amtes Moorrege“ mitarbeiten, wurde während der jüngsten Sitzung beschlossen. Das muss nicht zwangsläufig der Bürgermeister sein. Die Gemeindevertretungen können einen anderen aus ihrer Mitte nominieren. Damit wird jedoch gewartet, bis die Ergebnisse der Kommunalwahl feststehen. Die Dorfparlamente konstituieren sich in der zweiten Hälfte des Juni. Der Amtsausschuss tagt das nächste Mal am 8. August. Neben den sieben Politikern wird zudem ein Vertreter des Personalrates in der Zukunfts-Arbeitsgruppe mitwirken. (tp)

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