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Bürgergenossenschaft Heidgraben : Den Erfolg des MarktTreffs im Blick

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass so viele Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zur Gründungsversammlung der MarktTreff-Genossenschaft kommen und 93 von ihnen mit ihrer Unterschrift und der Zeichnung von Anteilen noch am Abend zu den Gründungsmitgliedern gehören, hätten der Erste Stellvertretende Bürgermeister Egbert Hagen (CDU) und der Zweite Stellvertretende Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) nicht gedacht.

Die vorbereiteten Formulare zur Unterschrift der an dem Abend vorgestellten und diskutierten Satzung sowie die Anteilsformulare reichten nicht aus, es mussten weitere kopiert werden.

Natürlich dürfen und sollten jederzeit weitere Heidgrabener Mitglied der Bürgergenossenschaft Heidgraben werden. Denn sie kann auch bestehende Einrichtungen in Heidgraben, die von Mitgliedern der Genossenschaft genutzt werden oder die für die Mitglieder von besonderer sozialer und kultureller Bedeutung sind, unterstützen. Und umso mehr Mitglieder und Anteilszeichner, umso umfangreicher ist das Genossenschaftskapital, das für die Anschaffung beziehungsweise Leasing von Inventar des MarktTreffs eingesetzt werden kann. Denn über die Genossenschaft soll die Ausstattung des MarktTreff-Ladens, des Backshops und der Räume des Treffbereichs ermöglicht werden. Die Gemeinde mietet das Inventar und vermietet es wiederum an die Nutzer der Räume.

Etwa 75000 Euro würden für die Anschaffung oder Leasing von Regalen, Kühltruhen und anderem Inventar gebraucht, erfuhren die weit mehr als 100 Heidgrabener, die zur Gründungsversammlung der MarktTreff-Genossenschaft in das Gemeindezentrum gekommen waren. Reicht das Anfangskapital der Genossenschaft für diese Anschaffungen nicht, muss ein Kredit aufgenommen werden. Die Gemeinde würde die Ausfallbürgschaft tragen, so der Erste Stellvertretende Bürgermeister Egbert Hagen.

Bürgermeister Udo Tesch konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Er hatte in den vergangenen acht Jahren trotz vieler Schwierigkeiten und Verzögerungen das MarktTreff-Projekt vorangetrieben und seine Gemeindevertreter und zahlreiche Heidgrabener, die in Arbeitstreffen Ideen und auch die Bereitschaft zur Genossenschaftsgründung einbrachten, mitgezogen.

Weitere Unterschriften und Anteilszeichnung im Gemeindebüro

Die vorbereitete Genossenschafts-Satzung wurde von Rechtanwalt Mathias Fiedler, Mitglied des Vorstandes Deutscher Konsumgenossenschaften e.V., vorgestellt. Nur in dem Punkt, an wen Mitglieder Stimmrechtsvollmachten erteilen können, gab es Diskussions- und Abstimmungsbedarf. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, dass Bevollmächtigte nur Mitglieder der Genossenschaft sein können.

Jedes Genossenschaftsmitglied hat eine Stimme. Ein Bevollmächtiger darf höchstens zwei Mitglieder vertreten. Der Geschäftsanteil eines Mitgliedes beträgt 100 Euro. Ein Mitglied kann bis zu 100 Geschäftsanteile übernehmen. Sollte ein Gewinn erzielt werden, wovon jedoch zumindest in den ersten Jahren nicht auszugehen ist, da die MarktTreff-Genossenschaftsidee nicht die Geldvermehrung, sondern den Erfolg des MarktTreffs zugrunde legt, wird der Gewinn den Rücklagen zugeschrieben und nicht an die Mitglieder ausgeschüttet.

Einen Verlust kann die Generalversammlung aus den Rücklagen decken, auf neue Rechnung vortragen oder auf die Mitglieder verteilen. Nach der Genossenschaftsgründung, die noch von einem Prüfungsverband bestätigt werden muss, erfolgte die Wahl des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Der Vorstand wurde für drei Jahre gewählt. Ihn bilden Anke Rühlow und Hans-Peter Ebeling. Der Aufsichtsrat wurde für vier Jahre gewählt. Ihm gehören Udo Tesch, Gerhard Lohse, Bettina Homeyer, Dirk Freese und Andreas Liese an.

Heidgrabener, die sich den Bürgergenossenschafts-Gründungsmitgliedern anschließen, die Gründungssatzung unterschreiben und Anteile zeichnen möchten, haben dazu noch im Gemeindezentrum Gelegenheit.

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erstellt am 10.Okt.2013 | 19:11 Uhr

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