Torneum-Baustellenbegehung : Demnächst kann abgerüstet werden

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Je nach Wetter werden die Schuhe noch matschig oder sandig, wenn man das Außengelände des „Torneums“ betritt. Doch in wenigen Monaten soll der Ball am und im Sportpark am Großen Moorweg rollen.

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11. Juni 2014, 18:30 Uhr

Bauleiter Jan Elsen vom Architektenbüro MRO Mrotzkowski, Projektmanager Frank Mettal vom Fußballclub Union Tornesch (FCU) und Bauamtsmitarbeiterin Sonja Mußmann, die von der stadteigenen Firma GGS mit der Baubegleitung beauftragt ist, trafen sich zu einer Baubegehung. „Der Rohbau ist praktisch fertig. Die Außenarbeiten sind fast abgeschlossen. Restarbeiten am Dach werden gerade ausgeführt. Demnächst kann abgerüstet werden“, sagte Architektin Mußmann. Jetzt geht es mit Hochdruck an die Bereiche Putz, Estrich und Bodenbeläge sowie Elektrik, Sanitär, Heizung und Lüftung. Die Handwerker arbeiten Hand in Hand. Denn wenn alles nach Plan läuft, will der Verein Ende des Jahres einziehen. Herzstück und „Bonbon“ des gemeinsamen Bauprojekts von FCU und Stadt Tornesch ist eine Dreifeld-Soccer-Halle, die auch Nicht-FCU-Mitglieder mieten können. „Die Halle wirkt trotz ihrer Größe so filigran, weil sie hell und licht ist und mit Stahlstützen und –rohren ausgeführt wurde“, so die Bauherrenvertreterin der Stadt.

Die Soccer-Courts sind Indoor-Fußball-Spielfelder. Sie werden mit Kunstrasen aus Naturfüllstoff ausgelegt und mit umlaufenden Netzfängen ausgestattet. Mit Hilfe einer durchdachten Konstruktion kann die Halle von drei Kleinspielfeldern à 30 mal 15 Meter zu einem Großspielfeld à 45 mal 30 Meter umgerüstet werden – ideale Bedingungen für Betriebsmannschaften, Kindergeburtstage oder Familien und Freunde, die statt zu bowlen gern ein bisschen kicken wollen. In einem angeschlossen Restaurant mit Außenterrasse können sich Spieler und Gäste stärken und aufhalten.

Zusätzlich gehört eine moderne Außenanlage mit einem Rasenplatz und zwei mit Flutlicht ausgestattete Kunstrasenplätze zum Gesamtkonzept. Das sind Angebote, die für Fußballspieler der Umgebung attraktiv sind. 280 erwachsene und 350 jugendliche Sportler des FC Union Tornesch werden hier zukünftig trainieren.

Zahlreiche Fußballsportler aus der Region haben bereits Interesse bekundet und Vereinsvorsitzender Carsten Richter, von dem die Idee stammt, die Sportanlage „Torneum“ zu nennen, freut sichbereits zu diesem Zeitpunkt über etliche Neuzugänge. Weil die Halle in der Region konkurrenzlos und die Nachfrage in der Metropolregion Hamburg groß ist, rechnen die Bauherren von Stadt und Verein damit, dass das Pachtkonzept für den 6,7 Millionen Euro-Bau aufgeht.

Finanziert wird es von der Stadt, die Kreis- und Landeszuschüsse in Höhe von 310000 Euro einkalkuliert. Gegenfinanziert wird das „Torneum“ durch den Verkauf des alten Sportplatzes an der Friedlandstraße, der rund 3,5 Millionen Euro in die Stadtkasse spült.

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