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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 06:15 Uhr

Handball : Debakel daheim

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass eine Mannschaft im Laufe eines Spiels zwischenzeitlich exakt doppelt so viele Treffer wie ihr Gegner erzielt hat, kommt häufig vor. Auch im Handball – nach 43 Minuten allerdings nur sehr selten. Am Sonnabend war es bei den 1. Männern des TuS Esingen aber tatsächlich so, dass sie nach exakt 43 Minuten und sechs Sekunden gegen den TV Fischbek mit 16:32 (!) in Rückstand gerieten – ein niederschmetterndes Zwischenergebnis.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2013 | 21:44 Uhr

Auf Augenhöhe mit den Fischbekern waren die Esinger nur in der Anfangsphase: Tobias Bombe warf die Hausherren zweimal in Front, die Gäste aus dem Hamburger Süden glichen jeweils prompt aus. Dies sollten allerdings die beiden einzigen Momente bleiben, in denen TuS-Trainer Jan-Henning Himborn eine Führung bejubeln durfte. Den ersten Rückstand beantwortete erneut Bombe mit dem 3:3, was in der dritten Minute bereits den sechsten Treffer bedeutete. Die zahlreich erschienenen Zuschauer bekamen in der Anfangsphase also reichlich Tore zu sehen – doch das 4:4, das Max-Lennart Albrecht erzielte, bedeutete den letzten ausgeglichenen Spielstand.

Fortan büßte nicht nur Bombe deutlich an Explosivität ein. Zudem kamen zwei aus TuS-Sicht verhängnisvolle Komponenten zusammen: Zum einen wuchs TVF-Torwart Azeez Oyewusi über sich hinaus und hielt auch mehrere sogenannte „unhaltbare“ Bälle. Und zum anderen hatten die Esinger das Pech, vor allem vor der Pause immer wieder Latte oder Pfosten zu treffen. Bis zum 7:10 (14.) blieben die Tornescher noch in Schlagdistanz; weil es ihnen aber nicht gelang, die Fischbeker Anspiele an den Kreis zu verhindern, trafen die Gäste vor der Pause siebenmal vom Kreis und bauten ihren Vorsprung immer weiter aus.

Auch, weil TuS-Torwart Benjamin Boje an fast keinen Wurf seine Finger bekam und zahlreiche Schrittfehler der Fischbeker ungeahndet blieben, zogen die Gäste vorentscheidend von 10:16 (26.) auf 10:20 (29.) davon. Die Seiten wurden beim Stand von 11:21 gewechselt. Zwei Lichtblicke gab es aber im TuS-Spiel: Zum einen war Tom Schmitt, der für die 2. TuS-Männer in der Landesliga zuletzt am Fließband traf, im linken Rückraum bei seiner Hamburg-Liga-Premiere ein belebendes Element. Zum anderen zeigten die Esinger Moral: Sie ließen sich auch nach dem deutlichsten Rückstand, dem bereits beschriebenen 15:30, nicht hängen. Vor allem Daniel Günter betrieb in der Schlussphase noch erfolgreich Ergebniskosmetik, so dass der Rückstand noch von 15 auf zehn Treffer verringert werden konnte. Doch auch das Endergebnis von 26:36 bedeutete für die Esinger ein deutliches Heim-Debakel.

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