David gegen Goliath

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Ohne Tarek Martens (krank) und Fabian Gottwald (angeschlagen) gastierten die 1. Männer des TuS Esingen am Mittwochabend in der 2. Runde des HHV-Pokals beim TuS Finkenwerder II. Am Norderschulweg war ein ungleicher Kampf zu erwarten: Während die Esinger im oberen Tabellen-Mittelfeld der Hamburg-Liga spielen, kämpft ihr Gegner drei Klassen tiefer in de Kreisliga um Punkte und Tore. Aber: Finkenwerder hatte Anwurf und ging auch gleich mit 1:0 in Führung – der Pfosten und die Hacke von TuS-Torwart Alexander Dustin Witt halfen dabei großzügig mit.

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15. November 2012, 19:28 Uhr

Der nächste Torjubel der Hausherren ließ dann allerdings etwas auf sich warten: Es war die 23. Minute, als der Kreisligist, der zuvor Pech bei einem Pfostentreffer (16.) und einem von Witt parierten Siebenmeter (19.) hatte, zum 2:16 zu „verkürzen“ konnte. Zur Halbzeit stand es 2:22. „Solche Spiele am Mittwochabend machen einfach keinen Spaß“, so Witt, der in der Halbzeitpause laut darüber sinnierte, ob es besser sei, in der kommenden Saison nicht mehr für den Pokal-Wettbewerb zu melden. Aber: Der Hamburger Pokalsieger ist bekanntlich für den DHB-Pokals qualifiziert und empfängt dort so, wie Esingen zuletzt am 14. September 2010 mit dem VfL Bad Schwartau, einen attraktiven Gegner aus der 2. oder 3. Liga – ein lohnendes Ziel.

Nachdem Felix Haack, Christoph Bökeler und Jonathan Karow in der ersten Halbzeit die Esinger Rückraumachse bildeten, starteten Timo Kreckwitz, Lennart Haas und Max-Lennart Albrecht in den zweiten Durchgang. Finkenwerder verstärkte nun seine Angriffsbemühungen und traf in der zweiten Hälfte zwölfmal. Der Torwart der Hausherren glänzte nach 44 Minuten innerhalb kürzester Zeit mit gleich vier Glanzparaden in Folge. Doch dann fanden die Esinger die verloren gegangene Konzentration wieder und legten Tor um Tor nach. Den 40. Treffer für die Gäste erzielte in der 55. Minute Jonathan Karow nach herrlichem Pass von Timo Kreckwitz aus vollem Lauf.

Höhepunkt des Spiels wäre der Kempa-Trick von Jannik Genz nach Zuspiel von Daniel Günter zum 13:43 (58.) geworden. Er wurde allerdings noch von Witt getoppt: Der Torwart parierte einen Wurf von Finkenwerder, nahm den Ball auf und warf ihn aus seinem Sechsmeter-Kreis über den gegnerischen Keeper hinweg ins gegenüberliegende Tor, wo er mit der Schlusssirene zum 14:44-Endstand landete. Witt konnte sich nicht daran erinnern, schon einmal so ein Tor erzielt zu haben. Nun warten die Esinger gespannt, auf wen sie im Achtelfinale treffen ...

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