Sammelaktion : Das zweite Leben der Ranzen

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Die Organisatoren der AWO-Schulranzen-Aktion rechnen in diesem Jahr wegen der zahlreichen Zuwanderer mit einer erhöhten Nachfrage. Projektleiter Wolfram Gambke hat deshalb an alle Familien appelliert, die ausrangierten Schultaschen nicht zu entsorgen, sondern zur Weiternutzung zur Verfügung zu stellen.

shz.de von
21. Juli 2015, 20:43 Uhr

Es ist bereits der siebte Durchgang der erfolgreichen Initiative, die seit einigen Tagen wieder läuft. Die Organisatoren rechnen wie in den Vorjahren mit 200 bis 250 Ranzen, die zur weiteren Nutzung gespendet werden. Nach Sichtung und Säuberung werden sie in den Sozialkaufhäusern zum Preis von einem Euro angeboten und sollen weniger begüterten Familien die Anschaffung ermöglichen.

Schon vor sechs Jahren hat die AWO damit begonnen, diese Schulranzen zu sammeln und an Familien weiterzugeben, deren Nettoeinkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. Für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern liegt sie bei 2100 Euro. „Wir rechnen in diesem Jahr mit Spenden aus über 20 Schulen im Kreis Pinneberg“, sagte AWO-Projektleiter Wolfram Gambke (kl. Foto: cel). An den Schulen ist die Aktion lange angekommen, den größeren ebenso wie den zahlenmäßig sehr kleinen. Und so beteiligt sich etwa eine Grundschule in Hetlingen genauso wie die deutlich größere Moorwegschule in Wedel oder die Fritz-Reuter-Schule in Tornesch (UeNa berichteten). Hinzu kommen die Einzelspenden. Jetzt, zu Beginn der Ferien, würden die Taschen vor allem für den eigenen Nachwuchs gekauft, sagte Gambke. Er stellt sich aber darauf ein, dass in einigen Wochen auch die Nachfrage nach Ranzen für junge Familienmitglieder im Ausland steigt.

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