zur Navigation springen

Veranstaltung : Das wünschen sich blinde Menschen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie ist es, blind zu sein? Wie bewältigen erblindete oder stark sehbehinderte Menschen ihren Alltag? Wie sollte man dieser Personengruppe begegnen? Fragen über Fragen, die nach Ansicht von Alexandra Ohm (39) aus Moorrege einer Antwort bedürfen. Daher lädt die gelernte Verwaltungsfachangestellte (seit 20 Jahren arbeitet sie im Rathaus Pinneberg, auch als Behindertenbeauftragte) am Mittwoch, 9. September, zu einer Informationsveranstaltung an den Großen Wulfhagen 37 ein. Das Seminar mit praktischen Übungen für die sehenden Gäste findet in den Räumen des Studienkreises statt und beginnt um 15.30 Uhr. Der Nachmittag ist kostenlos.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2015 | 17:57 Uhr

Alexandra Ohm (39) ist von Geburt an blind. Sie absolvierte zunächst die höhere Handelsschule für blinde und sehbehinderte Menschen in Hamburg und anschließend eine integrative Verwaltungslehre. Ehrenamtlich tätig ist sie beim FC Sankt Pauli. Dort leitet sie eine Sportgruppe im Bereich des Tor- und Goalball.

Ihren Arbeitsweg von Moorrege bis Pinneberg meistert sie selbstständig. Ihr Helfer dabei ist der Blindenstock, ansonsten leiten sie ihre geschärften Sinne zum Bus und von diesem zu ihrem Arbeitsplatz. Welche Hürden des Alltages dennoch zu meistern sind und wann Blinde an ihre Grenzen stoßen, soll ebenso Thema des Nachmittages sein. Ziel der Veranstaltung in Uetersen ist es, Menschen zu sensibilisieren. Die Referentin freut sich auf eine entsprechende Resonanz und verspricht einen sehr kurzweiligen Verlauf. Veranstalter ist der Blinden- und Sehbehindertenverein, Bezirksgruppe Pinneberg, in der Alexandra Ohm ebenfalls aktiv ist. „Ich finde es toll, wenn meine Freunde vergessen, dass ich nicht sehen kann“, sagt sie, die sich einen ganz normalen Umgang wünscht. Um eine telefonische Anmeldung wird unter 04122/4605835 gebeten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert