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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 05:00 Uhr

Rückblick : Das Tornesch-Jubiläums-Jahr 2015

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit Sekt und Raketen werden auch die Tornescher in wenigen Stunden auf ein neues Jahr anstoßen und damit Wünsche für Frieden, Gesundheit und Glück verbinden.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 20:00 Uhr

Frieden und freundliche Aufnahme haben im nun zu Ende gehenden Jahr in Tornesch 200 Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten gefunden. Verwaltung und mehr als 100 Ehrenamtliche helfen ihnen bei der Integration. Und so gestalteten Flüchtlinge bereits im Rahmen des Stadtfestes Aktivitäten im Zelt der Kulturen mit, nahmen am Stadtwerkelauf teil und besuchten mit ihren Sprachpaten das Weltkindertagsfest.

Im zehnten Jahr ihrer Stadtwerdung haben die Tornescher mit ihrer vorbildlichen Willkommenskultur, ihrem vorausschauenden Handeln auf Politik- und Verwaltungsebene und ihrem ehrenamtlichen Engagement einmal mehr unter Beweis gestellt, dass „Tornesch einfach mehr bietet“. Zehn Jahre Stadt Tornesch wurden mit einem Stadtfest gefeiert, an dem sich alle Vereine und Institutionen mit Aktivitäten beteiligten und die Vielfalt an Kultur, Sport und sozialem Miteinander in der Stadt verdeutlichten. Abordnungen aus den Partnerstädten Strzelce Krajenskie und Jammerbugt wurden begrüßt und aus Gmunden Glückwünsche empfangen. Auch für die Stadtwerke Tornesch war 2015 ein Jubiläumsjahr und so wurden zehn Jahre Tornesch und 20 Jahre Stadtwerke gemeinsam gefeiert. Den Jahresauftakt 2015 bildete die offizielle Einweihung des Sportparks Torneum mit Fußballplätzen, Soccerhalle und Gastronomie. Im Laufe des Jahres begann dann das Unternehmen Manke-Bau die Bebauung des Sportplatz-Quartiers an der Friedlandstraße.

Auch im Wohngebiet Tornesch „Am See“ sind weitere Quartiere bebaut und bezogen worden. Wohnbebauung entsteht auch auf dem Adlershorst-Gelände in der Straße An der Kirche. Im Gewerbegebiet Tornesch-Oha haben sich weitere Firmen angesiedelt und am Großen Moorweg hat das Unternehmen Hellermann-Tyton einen vierten Bauabschnitt mit 6000 Quadratmetern Logistik- und 5000 Quadratmetern Bürofläche begonnen. Umbauarbeiten erfolgten an der Schwennesen-Schule, die nun für ihren Offenen Ganztag eine eigene Mensa hat.

Die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ hat nach der Übergabe von fast 13000 Unterschriften für eine bessere Anbindung des Tornescher Bahnhofs an Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) erreicht, dass er zweimal zu Arbeitsgesprächen nach Tornesch kam und Tornesch mit dem Winterfahrplan 2015 zwölf Zughalte mehr bekommen hat. Darunter ein Zug, der um 7.20 Uhr in Tornesch als Extra-Zug eingesetzt und scherzhaft „Hüllmann-Express“ nach der Initiatorin der Bürgerinitiative Gisela Hüllmann genannt wird. Für den Erhalt ihrer Polizeistation gingen Anfang Mai etwa 200 Tornescher auf die Straße. Organisiert hatte diese Demonstration zum Erhalt der Tornescher Wache, die zum 1. März 2016 mit der Wache in Uetersen am Standort Uetersen fusioniert, der CDU-Ortsvorsitzende Reinhard Nürnberg. Der engagierte CDU-Ortspolitiker ist im November verstorben.

Auch die Sozialdemokraten trauerten. Im Februar verstarb ihr Ratsherr und ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Rolf König. Am 10. Mai erlebte Tornesch zum zweiten Mal seinen eigenen „Kulturtag“, den Kunst- und Kulturschaffende unter der Initiative des ToAll-Vorsitzenden Hanfried Kimstädt gestalteten. Vereine und Verbände sorgten das ganze Jahr über für ein reges kulturelles und soziales Miteinander in der Stadt. Die Kulturgemeinschaft veranstaltete wieder mehrmals Museumstage auf dem Mölln-Hof, feierte dort ihr 30-jähriges Bestehen und weihte die restaurierte Alkovenwand aus dem abgerissenen Abschiedshaus des Tornescher Hofes ein.

Im JottZett wurde mit vier Mitarbeitern in der offenen Kinder- und Jugendarbeit neu durchgestartet und am 14. November das 25-jährige Bestehen des Jugendhauses gefeiert. Die SPD-Politiker widmeten sich unter anderem der Reduzierung des Verkehrslärms an der Ahrenloher Straße, die CDU forderte konkrete Planungen und Kostendarlegungen für den Tornesch-See.

Die FDP trug den Haushalt für 2016 wie in den Vorjahren aufgrund der Torneum-Kosten, die den Haushalt belasten, nicht mit. Die CDU verweigerte ebenfalls die Zustimmung, da die SPD kurzfristig einen Sparvorschlag eingebracht hatte, der vorwiegend die Unterhaltung von Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen betrifft. Der Jahresfehlbetrag im Haushalt wurde damit von 1,1 Millionen Euro auf 796100 Euro gesenkt.

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