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Interview : Das steht auf der Agenda des Kreises Pinneberg in 2013

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Welche Themen werden den Kreis Pinneberg im neuen Jahr bewegen? Landrat Olaf Stolz stand den „Uetersener Nachrichten“ für einen Ausblick Rede und Antwort.

UeNa: Welche Themen werden das Jahr maßgeblich beeinflussen?

Stolz: Sicherlich werden die Kommunalwahlen unser großes Interesse haben. Die weiteren Schwerpunktthemen dürften die Vergabeverfahren zum Neubau der Kreisberufsschule Pinneberg und die Weiterentwicklung der Wirtschaftsförderung sein. Hohes Diskussionspotential bietet die Wohnraumversorgung im Kreis Pinneberg.

UeNa: Wie sind die allgemeinen Aussichten für den Kreis nach Ihrer Einschätzung?

Stolz: Insgesamt haben wir im Kreis doch einiges in 2012 abgearbeitet, was uns 2013 weiterhilft. Angefangen bei dem Präventionskonzept über die Haushaltskonsolidierung und einen nur gering defizitären Etat 2013/2014, der aber die Weichen für die wichtigsten Investitionen an Berufsschulen, Feuerwehr und K 22 stellt. Finanzen und auch Wirtschaft scheinen sich jenseits der unkontrollierbaren äußeren Einflüsse stabil zu entwickeln. Das ist vor allem ein Verdienst der mittelständischen Struktur unserer Betriebe, die letztlich ja auch den Großteil der Arbeitsplätze sichern und ausbauen.

UeNa: Wo sehen Sie den drängendsten Handlungsbedarf für eine weitere Entwicklung des Kreises?

Stolz: Akut ist Seitens der Politik über die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung zu entscheiden. Hier lässt sich einiges gestalten. Wir stecken mitten im KiTa-Ausbau - da ist noch viel zu tun, um den Bedarf zu decken. Gerade im Kreis Pinneberg mit seiner hohen Bevölkerungsmobilität und Zuzug aus Hamburg müssen wir eine breite Basis für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen.

UeNa: Der Kreis Pinneberg ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen des Landes. Wo muss der Kreis seine Interessen gegenüber dem Land besser vertreten?

Stolz: Ernster Handlungsbedarf besteht schon seit längerem bei der Finanzausstattung, weil der kommunale Finanzausgleich des Landes sich vorwiegend nach der Finanzkraft und wenig nach den sozialen Bedürfnissen richtet. Ich begrüße sehr, dass die Landesregierung dies aufgreifen will.

Ansonsten wünsche ich mir schon, dass der Kreis Pinneberg - wie auch unsere Nachbarkreise - in ihrer Funktion als Bindeglieder zur Hansestadt Hamburg wahrgenommen werden, denn die Verflechtungen sind so beträchtlich, dass ein gemeinsames regionales Handeln unerlässlich ist.

UeNa: In drei Sätzen: wie stellen Sie Ihren Kreis jemandem vor, der nicht von hier kommt?

Stolz: „Wir sind der Kreis gleich links hinterm Elbtunnel, haben die meisten Einwohner auf der geringsten Fläche und die meisten Bäume – aber den wenigsten Wald –und der höchste Berg liegt auf unserer Insel Helgoland." Wer das versteht, hat meist viele Fragen. Und dann kann ich ganz in Ruhe erklären, wie gut man im Kreis wohnen und arbeiten kann. Wir sind ein außergewöhnlich vielfältiger und bunter Kreis - und so sind auch die Menschen: freundlich, weltoffen und von unterschiedlicher Herkunft.

UeNa:. Herr Stolz, wir bedanken uns für das Gespräch.

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erstellt am 01.Jan.2013 | 19:11 Uhr

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