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Uetersener Nachrichten

22. November 2017 | 23:11 Uhr

Uetersen : Das Stadtarchiv startet am 1. August

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Museumsleiterin Ute Harms übernimmt die Leitung - Anke Schlüter unterstützt sie.

shz.de von
erstellt am 14.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Uetersen | Das Uetersener Stadtarchiv ist nicht länger Fiktion, sondern soll jetzt Wirklichkeit werden. Am Dienstag, 1. August, beginnen Ute Harms, Museumsleiterin von Langes Tannen, und Standesbeamtin Anke Schlüter mit der Sichtung des Materials, das bislang in einem Kellerraum des Rathauses gelagert worden ist. Der Landesarchivar, Professor Rainer Hering, hatte den Kellerraum im Rathaus während eines Besuchs in Uetersen als ungeeignet für die Lagerung archivwürdiger Akten bezeichnet. Das wusste man in Uetersen bereits, doch erst in diesem Jahr hatten sich die Politiker der Stadt mehrheitlich für die Umsetzung dieser eigentlich pflichtigen Aufgabe ausgesprochen, wissend, dass ein solcher Beschluss fixe Kosten nach sich zieht − unter anderem personelle. Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) hatte den Mandatsträgern erklärt, dass man im Rathaus über eine Fachkraft verfüge, die auch bereit sei, diese verantwortungsvolle Arbeit zusätzlich zu übernehmen. 15 Stunden wurden kalkuliert und von der Politik genehmigt. Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, deren Mitglieder sich andere Modelle vorstellen konnten, zum Beispiel die Archivbetreuung durch den Kreis.

Weiter als notwendig erachtet wurden fünf Zeitstunden unterstützende Tätigkeit im Monat. Diese Aufgaben wird in Zukunft Standesamtsleiterin Anke Schlüter zusätzlich übernehmen. Darüber hinaus wurde mit dem Landesarchiv ein Beratungsvertrag geschlossen, um dem Archivgesetz zu genügen. Denn Denn Harms ist Kunsthistorikerin aber keine Archivarin. Insofern bedurfte es eines solchen Vertrags.

Das Archiv wird im früheren Jugendzentrum an der Berliner Straße eingerichtet. Dort stünden, sagt die Bürgermeisterin, geeignete Räume zur Verfügung. „Dabei handelt es sich nicht um die Räume des Jugendcafés“, so Hansen, die entsprechenden Befürchtungen von Anfang an entgegentreten möchte.

Wann das Archiv eröffnet wird und dann von der interessierten Öffentlichkeit aufgesucht werden kann, steht nicht fest. Für die Einrichtung einer Räumlichkeit wurden per Ratsbeschluss 5000 Euro, für Personalkosten 39.100 Euro und für den Beratungsvertrag mit dem Landesarchiv 2250 Euro in den Haushalt eingestellt.

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