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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 07:41 Uhr

Krönung : Das schöne Gesicht der Apfeltage

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie ist 20 Jahre jung, stammt aus Seestermühe und bringt alles mit, was sie für ihren neuen Job braucht: Seit gestern ist Jule Schöllermann die 9. Apfelkönigin und damit das neue Gesicht der Holsteiner Apfeltage. Im Anschluss an einen Gottesdienst in der Halle auf dem Haselauer Obsthof Plüschau bekam sie ihre Ernennungsurkunde und die Schärpe. Damit beendete Jule I. die Amtszeit ihrer Vorgängerin Catrin I. Körner, die IHG-Chef Andreas Hinrich quasi als letzte Amtshandlung bei der Inthronisierung von Jule assistierte. Über ihre Aufgaben als Apfelkönigin hinaus ist Jule Schöllermann eine Botschafterin der besonderen Art: Ihre Ernennung steht für die positive Zukunft der Holsteiner Apfeltage, die im vergangenen Jahr nach dem Rückzug des Bauernverbandes als Träger zumindest fraglich schien.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2014 | 22:08 Uhr

Nun hat die Uetersener Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) die Orgganisation übernommen, deren Spitzenvertreter dem Gottesdienst und der Krönung beiwohnten. Die beiden Pastoren Andreas-Michael Petersen (Haselau) und Helmut Nagel (Haseldorf) stellten dabei die Nächstenliebe in den Mittelpunkt.

„Wenn du gebraucht wirst, dann sei da“, forderte Petersen in seiner Predigt auf. Zu praktizierter Nächstenliebe gehöre, das zu tun, was gerade anliege, ohne groß nachzudenken oder zu analysieren, so Petersen. Dabei, räumte der Haselauer Pastor ein, könne durchaus auch mal etwas schiefgehen, das Risiko sei es aber wert. Gleichzeitig kritisdierte er den Umgang mit Flüchlingen in Deutschland. „Diese Menschen, die auf der Flucht sind, alles hinter sich gelassen haben oder lassen mussten, brauchen Nächste.“ Das gelte insbesondere für die Minderjährigen, von denen immer mehr ohne Begleitung Deutschland erreichten.

Petersen begrüßte ausdrücklich die Wohnraum-Initiative einiger Bürgermeister, die auf der Suche nach geeigneten Unterkünften die Bürger um Mithilfe gebeten haben (UeNa berichteten).

Nach Gottesdienst und Krönung konnten die Besucher nicht nur den Obsthof Plüschau, sondern auch den von Familie Schuldt in Haseldorf für sich entdecken – mit Treckerrundfahrten, Führungen und Spielen.

Passend dazu blieben gestern Nachmittag viele Kulturdenkmale geöffnet. Mit der Bandreißerkate, den Heimatmuseen in Holm und Haselau sowie den Kirchen beteiligten sich Vereine, Gemeinden und die Kirche im Kreis Pinneberg am Tag des offenen Denkmals.

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