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Ausstellungseröffnung : „Das neue Helgoland“ im Museum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist 60 Jahre her, da wurde Helgoland von der britischen Besatzungsmacht an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. An dieses Ereignis des Jahres 1952 erinnert eine Ausstellung, die am morgigen Sonnabend in der Scheune des Museums Langes Tannen um 16 Uhr eröffnet wird.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2012 | 21:27 Uhr

Als Ehrengäste erwartet werden unter anderem Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Ulrich Höhns vom schleswig-holsteinischen Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst in Schleswig. Beide Herren werden auch das Wort ergreifen. Zudem spricht Museumsleiterin Dr. Ute Harms, die die Ausstellung konzeptionell vorbereitet und erarbeitet hat.

Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und gehört politisch zum Kreis Pinneberg. Das ist aber nicht der alleinige Grund dafür, dass man sich in Uetersen noch bis zum 15. August um das Eiland in der Nordsee kümmert. Werner Lange, Erblasser des Areals an der Heidgrabener Straße, war ein großer Helgolandfan. Schon als Kind besuchte er diese Insel gemeinsam mit seinen Eltern, um dort schöne Tage oder sogar Wochen zu verleben. Die Leidenschaft blieb. Werner Lange hat sich nach der Wiederbesiedelung der Insel mehrfach um das Wohl der Insulaner gekümmert. So spendierte er der Bevölkerung für 2000 D-Mark Mehl. In der alten Kirche, die durch die Bombardierung der Insel 1945 zerstört worden ist, hing stets eine Schaluppe. Dieses Schiff war durch das Bombardement in Mitleidenschaft geraten. Werner Lange finanzierte die Restaurierung. Noch heute kann diese Barkasse in der neuen Kirche besichtigt werden.

Bereits 1951 hatte der Kreis Pinneberg einen Ideenwettbewerb für den Wiederaufbau der Insel ausgeschrieben. Mehr als 100 deutsche Architekten, unter ihnen befand sich der Pinneberger Architekt Klaus Groth, der auch zahlreiche Gebäude in der Rosenstadt hatte entstehen lassen.

Bei dem Architekten-Wettbewerb handelte es sich um eine städtebauliche Planung für eine Ortschaft für 2500 Menschen, unter Berücksichtigung aller Spezifika einer Hochsee-Insel, die durch Schifffahrt und Fischerei wie durch den Tourismus geprägt war. Keine leichte Aufgabe für einen Fachmann alleine. Daher entschied man sich beim Kreis, neun als hervorragend eingestufte Entwürfe zu verpflichten und diesen Kreis von Architekten zu beauftragen, die Umsetzung der Planung – unter Prämisse der strengen Farbvorgaben des Künstlers Johannes Ufer – voranzutreiben.

Fotos, Zeichnungen und Pläne werfen in der Uetersener Ausstellung ein Schlaglicht auf die wesentlichen Stationen des Wiederaufbaus: von der Trümmerräumung über einzelne Wettbewerbsentwürfe und -konzeptionen sowie konkrete Baupläne einzelner Gebäude bis zum Bild der Gesamtgestaltung Helgolands. Im Herrenhaus werden mehrere Exponate der Helgolandsammlung von Werner Lange gezeigt.

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