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Elbeleuchtturmtag : Das maritime Erbe besichtigen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Seefahrer-Erbe entlang des Flusses zu bewahren, hat sich die „Arge Maritime Landschaft Unterelbe“ (MLU) zur Aufgabe gemacht. Mitglieder sind unter anderem der Kreis Pinneberg und die Stadt Uetersen. Einen „ElbeLeuchtturmTag“ organisiert die Gesellschaft mit Sitz im niedersächsischen Grünendeich am Sonntag, 1. September. Bei der Veranstaltung wird mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern Hamburg und Cuxhaven kooperiert.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 18:59 Uhr

Elf Leuchttürme von Hamburg bis zur Nordsee werden ihre Türen für Besucher öffnen. Von 11 bis 17 Uhr haben an der Seefahrt interessierte Menschen die Möglichkeit, die Denkmäler zu besteigen.

56 Leuchttürme säumen die Ufer der Unterelbe. Acht Seezeichen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und drei Museumsleuchttürme sind bei der Aktion dabei. Mitarbeiter der beiden Ämter, ehrenamtliche Helfer der IG Seezeichen sowie die ehrenamtlichen Betreiber der Museumsleuchttürme werden die Besucher durch die Gebäude lotsen.

Der Eintritt ist frei. Für Stippvisiten bietet sich das Oberfeuer Tinsdal aus dem Jahr 1899 am westlichen Hamburger Stadtrand an. Mit der Anlage in Grünendeich zusammen gehört es zu den ältesten noch im regulären Betrieb befindlichen Richtfeuern an der Unterelbe. Relativ jungen Datums ist das Oberfeuer Kollmar auf der schleswig-holsteinischen Seite. Es stammt aus dem Jahr 1986 und ist gleichgängig mit dem Unterfeuer Pagensand Nord. Eine Ausstellung ist rund 200 Meter vom Oberfeuer Kollmar entfernt, in der „Dörpstuuv“, Schulstraße 6, zu besichtigen. Mit „Kollmar - Sturmfluten und Küstenschutz" werden Informationen zur Geschichte der Leuchttürme in und um Kollmar präsentiert.

Gut von der Haseldorfer Marsch aus zu sehen ist das Leitfeuer Twielenfleth. Der kleine Stahlleuchtturm im Alten Land, sollte 1984 nach gut 90-jähriger Betriebszeit verschrottet werden. Auf Initiative eines Obstbauern Hans-Heinrich Völkers wurden mit Hilfe von Spendern und Sponsoren mehr als 70000 Mark gesammelt. So konnte der rund 13 Meter hohen Turm restauriert werden. Heute beherbergt das Leuchtfeuer ein kleines Schiffsmodellmuseum, das mehr als 100 Jahre Seefahrtsgeschichte dokumentiert.

Gegenüber von Wedel steht das Unterfeuer Somfletherwisch. Es wurde 2010 als Ersatz für den alten Leuchtturm Mielstack in Betrieb genommen. Damit ist es eines der modernsten Richtfeuer, das im Rahmen des ElbeLeuchtturmTages besichtigt werden kann. www.elbe-leuchtturm-tag.de

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