Das Ende eines Projekts : Das letzte Mittagsmahl

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Zum letzten Mal sangen die Schüler der Friedrich-Ebert-Schule vor wenigen Tagen im Martin-Luther-Haus das Lied „Danke Gott, wenn wir mittwochs Essen gehen“. Denn nach 13 Jahren fand das sozialdiakonische Projekt „Mittagessen für Schulkinder“ nun ein Ende. Alles begann mit einer Idee von Katrin Obermeyer, Jutta Nordsiek und Andrea Möller, die ein gesundes und frisch vor Ort zubereitetes Essen für Schüler anbieten wollten. Im Laufe der Jahre wuchs das Team auf 17 ehrenamtliche Mitarbeiter im Alter von 30 bis 93 Jahren an. „Es war ein fröhliches, manchmal anstrengendes, aber stets bereicherndes Miteinander“, fasste Katrin Obermeyer die Zeit zusammen. „Doch alles hat ein Ende. Wir blicken nun voller Dankbarkeit auf 13 wunderbare Jahre zurück.“

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09. Juli 2015, 21:48 Uhr

Im Schnitt aßen jeden Mittwoch 40 bis 60 Kinder im Martin-Luther-Haus. Die Kinder mussten sich weder vorher anmelden, noch etwas für das Essen bezahlen. Wurde das Projekt zu Beginn durch Spenden und Kollekten aus der Gemeinde finanziert, gab es nach deren Gründung einen Kooperationsvertrag mit der Uetersener Tafel. Die Schulkinder erhielten jedoch nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch Zeit, Zuwendung und Hausaufgabenbetreuung. So wurde bis in den Nachmittag gespielt und gebastelt.

Für die Friedrich-Ebert-Schule bedeute das Projektende natürlich einen Verlust, dennoch unterstütze man die Entscheidung der Ehrenamtlichen. „So schnell wie mittwochs waren unsere Kinder sonst nie aus der Schule raus“, sagte Karen Schlüter, Leiterin der Friedrich-Ebert-Schule. Im Namen ihrer Schüler überreichte sie dem Martin-Luther-Haus ein Wikingerschachspiel.

Nun wollen sich die ehrenamtlichen Helfer unter dem Titel „Mittenmang“ einem neuen Projekt widmen, das Jung und Alt aus aller Welt Gastfreundschaft vermitteln soll. Wie genau das aussehen wird, ist noch offen, da man sich noch ganz am Anfang der Planungsphase befinde. Die Gemeindemitglieder sind daher herzlich dazu eingeladen, ihre Ideen auf einer Pinnwand im Foyer des Martin-Luther-Hauses zu hinterlassen.

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