Sonderausstellung : Das Leben der Legende Billy Wilder

Nach Fotoausstellungen von Liz Taylor und Grace Kelly im Jüdischen Museum steht aktuell mit Billy Wilder eine weitere Hollywood-Legende im Mittelpunkt. Mehr als 60 Fotografien werden in der Schau: „1,2,3... Billy Wilder“, von berühmten Fotografen noch bis zum 14. Oktober in der Prinzessinstraße 7-8 ausgestellt. Vor zehn Jahren starb der Regisseur Billy Wilder im Alter von fast 96 Jahren. Wilder hatte österreichische Wurzeln und gehörte, wie viele Juden, die Schauspieler oder Regisseure waren, zu den Vertriebenen. Einige gingen nach Hollywood und machten in den vierziger Jahren das, was es lange war: „die erfolgreichste Traumfabrik der Welt“. Viele Filmschaffende kapitulierten unter dem großen Druck der antikommunistischen und antiliberalen Hysterie der unmittelbaren Nachkriegsjahre, sowie Gefängnisstrafen und passten sich den engen Moralvorstellungen an.

shz.de von
04. Oktober 2012, 19:56 Uhr

Nicht Billy Wilder – er verweigerte sich und zeigte als „eigener Kopf“ einen wenig „anpassungswilligen Charakter“. Er liebte den unterhaltsamen, hintersinnigen Witz, der die Schwächen der Menschen offenlegte. Wilder blieb insofern Europäer, indem er den amerikanischen Pathos in seinen Arbeiten vermied. Die Filme des Regisseurs bewegten sich immer zwischen Unterhaltung und Anspruch. Auch blieb er immer der Geschichtenerzähler, der Brüche inszenierte sodass seine Filme nie reine Komödien oder Tragödien waren. Die begehrte Oscar-Trophäe hielt Billy Wilder sechsmal in den Händen. Er wurde berühmt mit dem Film „Some Like it Hot“, der mit einem Massaker begann. Weitere erfolgreiche Streifen waren „Sabrina“, „Apartment“ und der Trinkerfilm „The lost Weekend“ (1945). Letzterer erweiterte das Schaffensspektrum Wilders erheblich. Auch verhalf er Schauspielkollegen wie Jack Lemon, Marylin Monroe oder auch Audrey Hepburn mit seiner Arbeit zu Weltruhm. Fotokünstler wie Gjon Mili, Terrie o’Neill, Gerhard Heller u.a. führen dem Betrachter ihre sinnlichen Abbildungen aus dem Schaffen und Privatleben Wilders beeindruckend vor Augen. Museumsleiter Dr. Walda leitet am 14. Oktober um 12 Uhr eine Führung. Geöffnet: di-so. 12-17 Uhr Geöffnet: di.-so. 12-17 Uhr.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert