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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 08:26 Uhr

in 57 Häusern : Das Jenisch-Haus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Elbchaussee entlang, Richtig Teufelsbrück und dann links ab – dann kommt man nach wenigen Metern zum Jenischpark. Hier ragt das weiße Jenisch - Haus ein klassizistisches Landhaus, das vom Hamburger Senator Martin Johann Jenisch erbaut wurde, unübersehbar vor einem auf. Im Innern ist eine ständige Ausstellung von Baron Caspar Voght, nachdem auch die Straße benannt wurde, zu sehen.

Außerdem befinden sich im Jenisch-Haus Räume „großbürgerlicher Wohnkultur“ und ein gemütliches Cafe. Im Obergeschoss ist die Ausstellung mit dem Titel „Der Maler Thomas Herbst (1848-1915)“ Liebermanns Freund – Lichtwarks Hoffnung“ zu sehen. Der Hamburger Maler Herbst war einer der bedeutendsten Künstler des deutschen Impressionismus. Als ältestes Mitglied der Freilichtmaler des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897, bevorzugte Herbst die Landschaftsmalerei in Norddeutschland. Seine Motive waren Tierstaffagen mit Kühen, Pferden, bäuerlichem Interieur und Kinderbildnisse. Max Liebermann – mit ihm hatte Herbst in Weimar, Berlin und München studiert – war sein Freund. Herbst begleitete ihn gern auf Studienreisen, außerdem suchte Liebermann den Rat des Freundes. Thomas Herbst lebte zurückgezogen. Er starb im Januar 1915 in Hamburg als Junggeselle und geriet bald in Vergessenheit. Zu Unrecht, deshalb wurde dem Künstler Thomas Herbst anlässlich seines 100. Todesjahres diese sehenswerte Ausstellung gewidmet.

Ebenfalls im Jenischpark, wenige Schritte vom Jenisch-Haus entfernt, befindet sich das Ernst-Barlach-Haus. Aktuell ist dort die Schau „Land und Leute“, Streifzüge durch eine Hamburger Privatsammlung, bis 28. Juni zu besichtigen. (K&S berichtete) Beide Museen beteiligen sich an der „Langen Nacht der Museen in Hamburg“, an der sich über 50 Museen mit über 700 Veranstaltungen am Sonnabend, 18. April von 18 bis 2 Uhr beteiligen. Mit 15, erm. 10 Euro können sich Kunstinteressierte mit Shuttle-Bussen, Alsterschiffen u. a. Fortbewegungsarten an verschiedene Kunsteinrichtungen bringen lassen. Das Ticket berechtigt zum Eintritt der teilnehmenden Museen, der Verkehrsmittel der HVV-Linien und zur An- und Abreise von Sonnabend um 17 bis Sonntag 10 Uhr. Ein Büchlein mit Informationen wurde zum 15. Jubiläum des beliebten Ereignises herausgegeben. www.langenachtdermuseen-hamburg.de

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erstellt am 16.Apr.2015 | 19:34 Uhr

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