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Schafweide : „Das ist eine ganz linke Geschichte“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir wollen uns nicht unterkriegen lassen“, steht für Irene Oltersdorf fest. Sie hatte zusammen mit Kolleginnen der Bäckerei Eggers im vergangenen Jahr eine Unterschriftenaktion gestartet gegen die Pläne der CDU-Mehrheitsfraktion einen Rewe-Supermarkt auf der Schafweide zu schaffen. Mehr als 1000 Bürger hatten damals die Note unterschrieben.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2012 | 20:54 Uhr

Die Erleichterung der Moorregerin, die sie nach dem Votum der Uetersener Ratsversammlung gegen die Pläne der EMV Immobilienmanagement GmbH empfand, ist Anfang der Woche blankem Entsetzen gewichen. Mit der „künstlichen Teilung“, so Irene Oltersdorf, des Flächennutzungsplanes an der B431 will Moorrege die Ablehnung der Uetersener unterlaufen (die UeNa berichteten).

Nun starten die Mitarbeiterinnen eine neue Initiative. Die Kommunalaufsicht des Kreises Pinneberg ist von den Moorregern aktiviert worden. „Wir sind der Meinung, dass es die Ankündigung eines offenen Vertragsbruches ist“, argumentiert die Sprecherin. Dieses Vorgehen stellt für sie einen massiven Verstoß von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg gegen seine Amtspflichten dar.

Aus ihrer Sicht können nur dienstrechtliche Konsequenzen die Folge sein. Sauer sind auch die Moorreger Oppositionsparteien. „Eine ganz linke Geschichte“ ist die Teilung des Flächennutzungsplanes für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Mahnke. Er mutmaßt, dass der Investor massiven Druck ausgeübt hat. „Wir bleiben bei unserem ,Ja’ zur Wohnbebauung und dem ,Nein’ zum Supermarkt“, so Mahnke. Partei ergreift er auch für die Eggers-Mitarbeiterinnen, „die seit Jahren um ihren Arbeitplatz zittern müssen.“ Nicht so kritisch geht der Sozialdemokrat mit der Initiative des Bürgermeisters um, seniorengerechtes Wohnen der „Dana Lebensstil“ auf die Schafweide zu holen,. Die SPD habe schon immer gefordert, dass Wohnungen für ältere Menschen geschaffen würden“, so Mahnke.

„Es ist eine Trickserei“, urteilt der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Helmuth Kruse, über die Teilung des F-Planes, „aber es ist ein legale Trickserei.“ Grundsätzlich hält er den vom Bürgermeister so heftig kritisierten gemeinsamen Flächennutzungsplan von Uetersen, Tornesch, Moorrege und Heidgraben für sinnvoll. „Wenn jeder macht, was er will, gibt es Wildwuchs“, steht für ihn fest.

Und „erschreckend“ ist für ihn als Gemeindevertreter, dass er über die Pläne zur Dana-Ansiedlung nicht aus dem Munde von Karl-Heinz Weinberg, sondern aus den UeNa erfahren habe.

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