zur Navigation springen

Trommelworkshop an der Geschwister-Scholl-Schule : Das ist Balsam für das Selbstwertgefühl

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Stärken des Selbstwertgefühls der Kinder ist eine der zentralen Aufgaben von Schule. Wer sein Potenzial spürt, der traut sich etwas zu, überwindet Grenzen, die ihm bislang im Wege gestanden haben und vollzieht auf dieser sicheren Basis einen Lernerfolg.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2014 | 18:23 Uhr

Wenn Kinder in die Schule kommen, haben sie bereits so manche Barriere aus dem Weg geräumt. Einige mehr, einige weniger. In der Grundschule erhalten Mädchen wie Jungen individuelle Unterstützung, je nach Bedarf. Um Entwicklungsschritte vollziehen zu können, ist es zunächst einmal wichtig, den Kindern zu zeigen, dass sie bereits viele Kompetenten haben. Eine Plattform also, von der aus es möglich ist, die Welt zu entdecken. Kinder lernen, wenn sie erleben. Und Lernerfolge steigern das Selbstwertgefühl. Es gibt viele pädagogische Ansätze, um Ressourcen zu wecken, mit Impulsen Selbstständigkeit zu fördern.

„Jeder kann trommeln“, lautet zum Beispiel ein Motto von Bernhard Heitsch. Der Hamburger hat die Firma Trommelzauber gegründet. Mit seinem Team besucht er Schulen, bietet Aktionstage und Projektwochen an.

Trommeln, sagt er, sei ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl, das in der Lage ist, soziale und kulturelle Grenzen zu überwinden. Das Trommeln in der Gruppe ermögliche zudem einen spielerischen Zugang zur eigenen Kreativität, fördere die Konzentrationsfähigkeit (über den wechselnden Rhythmus zum Beispiel), fordere die Motorik und mache sowohl kleinen Kindern wie großen Schülern Spaß.

Der „Trommelzauber“ war eine Woche lang zu Gast an der Geschwister-Scholl-Schule, dem Förderzentrum an der Birkenallee. Alle Klassen, drei bis neun, beteiligten sich an dem Workshop, lernten die afrikanischen Trommeln kennen, erfuhren, ganz neben bei so einiges von Afrika und zeigten dabei innere Zufriedenheit.

Diesen Erfolg fasste Bettina Michaelsen, kommissarische Leiterin des Förderzentrums, zusammen. „Wir sind sehr stolz auf unsere Kleinen, die Tänze und Lieder einstudiert haben. Genauso stolz sind wir auf unsere Großen, die einen klasse Job in Technik und Aufbau und der Unterstützung der jüngeren Mitschüler gemacht haben.“

Die Rektorin sagte das während des Abschlusstreffens. Zu diesem waren auch die Grundschüler der benachbarten Birkenallee-Schule eingeladen worden. So trommelten rund 350 Kinder im Takt der Musik, hörten Geschichten vom „schwarzen Kontinent“ und tauchten so ein, in eine ganz neue Welt aus Rhythmus, Klang und Lebensfreude. Denn auch die werde durch das (gemeinsame) Trommeln geweckt, weiß Heitsch.

Der „Trommelzauber“, von Lehrerin Kirsten Bodenstein an die Schule geholt, hinterlässt mit Sicherheit bleibende Eindrücke.

Bei den Schülern, die manche Grenze überwinden konnten, bei den Lehrern, die erlebten, das Inklusion nicht nur möglich, sondern auch gut ist, und bei den zuschauenden Eltern, die Zeugen der Lernfortschritte und der Freude ihrer Kinder waren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert