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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 07:27 Uhr

51. Salvatorabend : Das hat der Mönch übersehen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Feucht-fröhlich ging es zu beim 51. Salvatorabend in der Marseille-Kaserne. 280 Gäste hatten am Freitagabend Platz in der alten UHG, dem gemeinsamen Unteroffizier-/Offizierheim am Appener Standort genommen, um dort gesellige Stunden miteinander zu verbringen, das frisch gezapfte Starkbier und die bayerischen Schmankerl zu genießen sowie zu hören, was Barnabas, der Kommandeur und der Festredner zu sagen hatten. Laudator war in diesem Jahr der katholische Militärdekan Monsignore Rainer Schadt.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2015 | 19:12 Uhr

Der Geistliche war schon einmal in der Appener Bütt. Schon bei seiner Premiere hatten die Lachmuskeln der damals Anwesenden allerhand zu tun.

Diesmal sollte es nicht anders werden. Die evangelischen Christen im Saal erfuhren, was ein Beichtstuhl ist, nämlich eine begehbare Schrankwand. Und der Hinweis, dass Lachen gesund ist, weil es die Sauerstoffzufuhr fördert und daher mehr Salvator-Bier getrunken werden kann, war für alle Anwesenden von praktischem Nutzen. Und, so der Gottesmann, Witze würden die oft so widersprüchliche Welt erträglicher machen.

Diese Ansicht vertritt Jahr für Jahr auch Barnabas, der alte Mönch, der das Derblecken nach Appen getragen hat. Barnabas, das war wiederum USLw-Kommandeur Klaus-Christian Kuhle. Der Oberst hatte sich eine Kutte übergestreift und legte los. Er sparte nicht mit dem kritischen Spiegel-Vorhalten gegenüber Personen des öffentlichen Lebens.

Freuen durften sich diesmal die Uetersener Politik, SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der Rellinger Bürgervorsteher Henry Behrmann, Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg und Heides Bürgermeister Ulf Stecher. Denn sie durften den liebevollen Spott des Mönchs ertragen, was sie auch tapfer taten.

Einer kam richtig gut weg beim Pater: Rolf Heidenberger von Appen musiziert. Der habe in diesem Jahr den Phoenix, das Wahrzeichen der Unteroffizierschule, mehr als verdient, so Barnabas anerkennend. Dass der Ordensmann damit ganz offensichtlich ins Schwarze getroffen hatte, konnte dem Applaus entnommen werden, den Heidenberger jetzt entgegen nehmen durfte.

Und auch ein anderer im Saal hätte durchaus auf der Liste des Mönchs stehen können: Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg. Der fühlte sich in seiner neuen Rolle des Amts-Bürgermeisters offensichtlich pudelwohl. Dieser Titel war offiziell! Denn seine Tischkarte lautete entsprechend: Bürgermeister des Amtes Moorrege! Das Wort (Amt) zuviel gefiel. Schließlich war es der Oberst, der alle Festgäste, darunter die beiden Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten Ole Schröder und Ernst Dieter Rossmann, begrüßen durfte. Zudem war mit Colonel Darren Ewing ein hochrangiger Offizier von der US Air Force anwesend. Die Rede des scheidenden Kommandeurs – Kuhle wird in wenigen Tagen pensioniert – mündete in den Fassanstich, der vom Festredner vorgenommen wurde. Der Hesse Schadt war mit dieser bayerischen Tradition offensichtlich gut vertraut. Zwei Schläge genügten, da quoll der leckere Gerstensaft bereits aus dem Hahn.

Beachten Sie bitte auch unsere farbigen Impressionen vom Salvatorabend auf der Seite 6.

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