Reitturnier : Das größte Glück der Erde ...

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Anmutig sprangen die Pferde über Hindernisse oder tänzelten majestätisch durch das Viereck – beim Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Uetersen und Umgebung gab es für große und kleine Pferdefreunde am Wochenende allerhand zu bestaunen. Auf dem Gelände neben dem Heistmer Flugplatz maßen drei Tage lang 572 Reiter auf 1270 Pferden ihr Können

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14. Juli 2015, 21:26 Uhr

Die Kampfrichter aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg beurteilten Mensch und Tier in insgesamt 26 Wettbewerben der Disziplinen Dressur-, Spring-, Reitpferde und Eignungsprüfungen. Das Turnier besaß auch einen internationalen Charakter: „Die Teilnehmer kamen aus 15 Nationen“, erläuterte Harri Gebers von der Meldestelle. Die Kleinsten, die fünf- bis sechsjährigen Kinder, durften ihr Talent beim Führzügel unter Beweis stellen. Hierbei werden ihre Ponies oder Pferde von Eltern, Geschwistern oder Freunden in den Gangarten Schritt und Trab begleitend geführt. Die Punktrichter beurteilen dabei die Sitzhaltung der jungen Reiter, den optischen Gesamteindruck, aber auch das Zusammenspiel von Kind und Reittier. Insgesamt gingen in dieser Disziplin 25 Kinder verteilt auf drei Klassen an den Start.

Dressur- und Springreitwettbewerbe wurden in den Klassen E bis M ausgetragen. Obwohl die Dressurprüfungen weitaus mehr Besucher als in den vergangenen Jahren anlockten, lag das Hauptaugenmerk des Turnieres auf dem Springreiten. Daher war auf einer Fläche von 70 mal 90 Quadratmetern ein großer Hindernisparcours aufgebaut. Sind die Hindernisse in der Klasse E noch 70 bis 80 Zentimeter hoch und somit auch für Ponies überwindbar, müssen die Pferde in der Klasse M über bis zu 1,40 Meter hohe Hindernisse springen.

Die Hauptattraktion war das Hans-Jürgen-Kahlke-Gedächtnisspringen der Klasse M, das am Sonntag stattfand und besonders viele Zuschauer anlockte. Zu Ehren seines 2008 plötzlich verstorbenen Vorsitzenden stiftete der Reit- und Fahrverein einen Wanderpokal. Diesen erkämpfte sich Alexander Liebe mit einem fehlerfreien Ritt auf Calucci bei einer Zeit von lediglich 47,43 Sekunden.

Der Verein zeigte sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden. So freute man sich nicht nur über schätzungsweise 800 Zuschauer, die sich über das ganze Wochenende verteilt auf dem Turnierplatz tummelten, sondern auch über die Teilnehmer. „Beim Springreiten traten insbesondere in den höheren Disziplinen sehr gute Reiter an“, freute sich der Vereinsvorsitzende Jens Hauschildt. So sei man stolz, prominente Reiter wie die Brüder Rasmus und Nisse Lüneburg sowie Charlotte von Rönne, die bei internationalen Wettkämpfen antreten, an den Start gebracht zu haben.

Auch über die meteorologischen Bedingungen könne man nicht klagen. „Wir hatten im Großen und Ganzen Glück mit dem Wetter“, sagte Hauschildt. Nur am Sonntag bescherte der viele Regen erschwerte Bedingungen beim Springreiten. Das nächste Sommerturnier wird der Verein in zwei Jahren ausrichten.

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