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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 10:04 Uhr

Handball : Das Gewinner-Gen fehlt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Ich würde lieber im Trikot auf dem Spielfeld stehen“, seufzte Max-Lennart Albrecht, als er sich am Donnerstagabend in zivil gekleidet auf die Tribüne der Neuen KGST-Halle setzte. Neben ihm nahmen Tobias Bombe, Lennart Haas, Jonathan Karow und Tim Wichmann Platz – damit fehlten den 1. Männern des TuS Esingen insgesamt fünf Spieler. „Dafür haben wir uns gut geschlagen“, sagte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn nach der 25:26-Niederlage, die es im HHV-Pokal-Viertelfinale gegen den klassenhöheren TSV Ellerbek setzte.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 21:08 Uhr

Das Kreis-Derby zwischen dem ambitionierten Hamburg-Ligisten und dem Oberligisten verlief zunächst alles andere als torreich. In den ersten zehn Minuten zappelte der Ball insgesamt nur sechsmal im Netz. Beim Zwischenstand von 3:3 hatte Tom Schmitt, der immer wieder mit seiner Sprung- und Wurfkraft glänzte, die Hausherren zweimal in Führung gebracht. Auch den ersten Rückstand (3:4/11.) egalisierte Schmitt. Fortan legten die Gäste immer wieder ein Tor vor, die Heim-Sieben kämpfte sich aber stets zum Ausgleich. Zur Pause stand es schließlich 12:12.

Auch im zweiten Durchgang ging es weiterhin eng zu. Timo Kreckwitz und Tim Reichert warfen beim 17:15 erstmals eine Zwei-Tore-Führung für die Tornescher heraus (35.), darauf folgten dann allerdings fünf Ellerbeker Treffer in Folge. Die Esinger ließen sich davon jedoch nicht entmutigen. Nachdem TuS-Torwart Maximilia Rathke einen Siebenmeter stark mit seinem Fuß abgewehrt hatte, glich Kreckwitz mit einem Alleingang zum 21:21 aus (53.). „Gute 50 Minuten lang haben wir sehr abgeklärt agiert und unsere Angriffe lange ausgespielt“, lobte Jan-Henning Himborn. Dies änderte sich allerdings in einer dramatischen Schlussphase, als die Esinger gleich zweimal viel zu früh und unnötig den Abschluss suchten: Schmitt beim Stand von 22:23 von links (55.) sowie Kreckwitz beim Stand von 24:25 durch die Mitte (58.) scheiterten mit ihren überhasteten Versuchen am Ex-Esinger Isaac Luarte Correas, der das TSV-Tor hütete. Dann verwandelten die Gäste einen Siebenmeter zum 24:26 (58.) und verteidigten in den letzten anderthalb Minuten trotz Unterzahl sehr stark. So konnte Jannik Genz ebenfalls per Strafwurf acht Sekunden vor Ultimo nur noch zum 25:26-Endstand verkürzen.

„Es wäre viel mehr für uns drin gewesen“, sagte der Esinger Physiotherapeut Erik Leemkuil, der auch aufgrund einiger Auftritte in der Hamburg-Liga feststellte: „Unserer Mannschaft fehlt das Gewinner-Gen!“ Wie schon in der vergangenen Saison (damals 25:29 gegen den FC St. Pauli), so scheiterten die TuS-Männer im Pokal-Viertelfinale erneut an einem Oberligisten.

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