Bericht von der Pilgerfahrt : Das ganz besondere Wunder von Lourdes

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Das „Wunder von Lourdes“ sei für ihn, dass sich dort regelmäßig Menschen unterschiedlichster Herkunft treffen und sofort zu einer Gemeinschaft zusammenfinden würden – egal ob diese krank oder gesund seien. Das sagte Diakon Thomas Kleibrink am Sonntag im Pfarrheim. Er war Referent zum Thema Lourdes, auf Einladung der Kolpingfamilie an der Christkönigkirche

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11. April 2016, 20:18 Uhr

Die südfranzösische Stadt am Fuße der Pyrenäen ist einer der weltweit meistbesuchten Wallfahrtsorte. Einmal im Jahr fährt ein Pilgersonderzug von Deutschland aus dorthin. Diakon Thomas Kleibrink von der Uetersener Christköniggemeinde, ist bereits fünfmal mitgefahren. Der Zug wird von den Maltesern gechartert.

Lichtbildunterstützt berichtete Kleibrink von der 24 Stunden dauernden Fahrt dorthin, vom Trubel in Lourdes, dem heiligen Bezirk mit Grotte und Basilika und vom Ablauf der mehrtägigen Herbstwallfahrt. In diesem Jahr findet diese vom 16. bis 22. September statt. Vor seiner ersten Fahrt nach Lourdes sei ihm der dortige Marienkult fremd gewesen. Ein wenig suspekt sei ihm dieser nach wie vor, doch die besondere Atmosphäre, das selbstverständliche Miteinander ziehe ihn nun immer wieder dorthin.

Der Sonderzug transportiere Gesunde aber auch Kranke ans Ziel. In Lourdes sei ein Zusammenhalt erlebbar, der nicht verordnet werden müsse. Wenn irgend möglich, würden auch schwerstkranke Menschen oder an den Rollstuhl Gefesselte an den gewünschten Ort gebracht. Wobei gesagt werden müsse, dass in Lourdes nicht einmal die Hotels wirklich behindertengerecht seien.

Kleibrink erklärte, warum Lourdes zu einem Wallfahrtsort wurde. Die 14-jährige Bernadette Soubirous hatte im 19. Jahrhundert in der Grotte mehrere Marienerscheinungen. Unter anderem erbaute die katholische Kirche auf ihr Geheiß hin eine Rosenkranz-Basilika. Berichtet wird von vielen Wunderheilungen mit Quellwasser der Grotte. Auch heute noch erhoffen sich die kranken Pilger Heilung oder zumindest Linderung ihrer Leiden. Kleibrink erzählte auch von dem den Wallfahrtsort begleitenden Kommerz. Viel Kitsch wie nickende Mönche gebe es dort. Aber, offensichtlich, so der Diakon nachdenklich, gebe es dafür ja einen Markt.

Weltliche Freuden seien zudem in den vielen Brasserien zu finden, denen man natürlich regelmäßig einen Besuch abstatte. Wer Lust verspüre, in diesem Jahr mit den Maltesern zu pilgern, sei eingeladen, mit ihm Kontakt aufzunehmen, so Kleibrink. Telefonisch ist er unter der Rufnummer 04122/961220 erreichbar. Seine E-Mailadresse lautet „tkleibrink@gmx.de“.

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