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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 06:31 Uhr

Altlasten : Das Exxon-Ärgernis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Kampf gegen eine mit Ölrückständen verunreinigte Fläche auf dem Gelände des geplanten Business-Parks Elbufer ist die Stadt Wedel einen Schritt vorangekommen. Fachleute setzten eine Spundwand, die verhindern soll, dass beim für das Frühjahr geplanten Auskoffern Erdreich nachrutscht. Die belastete Fläche gehört zum Erbe der vor 18 Jahren stillgelegten Raffinerie von Exxon Mobil und ist längst nicht das einzige ölverseuchte Gelände.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2015 | 21:34 Uhr

Bevor die Wände mit einem speziellen und geräuscharmen Vibrationsverfahren in die Erde getrieben werden konnten, mussten die Fachleute riesige Stahlanker beseitigen, die einst gesetzt wurden, um der Kaimauer die ausreichende Stabilität zu verleihen. „Statt wenige Meter, reichten die Stahlanker teils 20 Meter in die jetzt zu bearbeitende Fläche hinein“, sagte die Sprecherin der Stadt Wedel, Stefanie Bossen. Gelöst wurde das massive Problem durch das Abbrennen der Stahlelemente mit Schweißbrennern.

Stefanie Bossen, sprach nach dem Ende der Maßnahme von einem „Meilenstein“ auf dem Weg hin zum Edel-Gewerbegebiet Business-Park Elbufer. Für den Winter sei die Baustelle zunächst sicher. Mit dem Bodenaustausch solle dann im Frühjahr begonnen werden, wenn die Zeit des Hochwassers vorbei ist.

Die Stadt hat das Gelände, zu dem auch der ehemalige Raffinerie-Hafen gehört, vor fünf Jahren von Exxon übernommen und kämpft seitdem gegen die Folgen der industriellen Nutzung. Größtes Problem ist die Bodenverseuchung, deren Ausmaß besonders deutlich wird, wenn das durch ein Sturmtief ausgelöste Hochwasser die Elbhänge überspült. Dann bildet sich im Hafenbecken vor der ehemaligen Raffinerie schon mal ein Ölteppich auf der Elbe.

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