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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 22:29 Uhr

Das enge Miteinander wächst

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Integrationsprojekte DRK-Ortsverein ermöglicht in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Flüchtlingen Wissenserwerb

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2016 | 14:19 Uhr

Bei Weihnachtsplätzchen, Stollen und orientalischem Gebäck trafen Ehrenamtliche des DRK-Ortsvereins, der Kirchengemeinde und Flüchtlinge, die sich an den Integrationsprojekten des DRK Tornesch und der Tornescher Kirchengemeinde „Der Garten, unsere Natur“ und „Die Küche unserer Region“ beteiligen, zusammen. Und so wie bei dem Beisammensein unter dem Weihnachtsbaum stehen auch bei den beiden Projekten das Miteinander, das gegenseitige Kennenlernen und die Integration der Flüchtlinge im Mittelpunkt.

„Wir freuen uns, wenn ihr im kommenden Jahr weiter bei den Projekten dabei seid und noch Freunde mitbringt“, betonte Wilfried Brumm. Er ist einer der ehrenamtlichen Betreuer des Gartenprojektes, in dem zehn in Tornesch lebende Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea seit September in zwei Gruppen bei regelmäßigen Treffen den Umgang mit Gartengeräten lernten, einheimische Pflanzen und Grabkultur kennenlernten und dabei ihre Deutschkenntnisse erweiterten. Die Kirchengemeinde stellt für das Projekt Bereiche des Friedhofes zur Verfügung. So wurden Wege geharkt, verlassene Gräber gepflegt, wurde Flächen umgegraben oder Hecken geschnitten.

Auch der Besuch des Heimathauses mit Bauerngarten und ein Rundgang durch das Museum auf dem Mölln-Hof, bei dem die Projektteilnehmer historische Gartengeräte kennenlernten, gehörte zum Programm. Fortgesetzt wird das Projekt mit „Außenarbeit“ im Frühjahr 2017. Im Januar ist ein Besuch des Almthofes in Appen geplant. Im Laufe des Jahres sollen dann auch Baumschulen und Betriebe der Gartenlandschaftsgestaltung besucht werden.

Im „Küchenprojekt“ trafen alle 14 Tage Mittwochnachmittag acht Frauen und Männer aus Syrien und Afghanistan mit der gelernten Hauswirtschafterin Traute Rundt vom DRK-Ortsverein und weiteren Ehrenamtlichen zum gemeinsamen Kochen in der Klaus-Groth-Schul-Küche zusammen. Sie lernten Nahrungsmittel aus der Region kennen, kochten Kürbissuppe oder Gemüseaufläufe, machten sich und ihre meist mitgekommenen Kinder mit deutschen Essgewohnheiten vertraut und erhielten von Traute Rundt Tipps zum preis- und gesundheitsbewussten Einkaufen.

Aber auch Gerichte ihrer Heimat bereiteten die Teilnehmer zu und erweiterten wie nebenbei ihren Wortschatz in der deutschen Sprache. Auch das Küchenprojekt wird im kommenden Jahr fortgeführt. Notwendige Ausgaben für beide Projekte werden über das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ finanziert. „Wir unterstützen die Flüchtlinge, ihre bei den Projekten erworbenen Fähigkeiten bei der Suche nach einer Ausbildung oder einem Arbeitsplatz einzusetzen“, betont Manfred Irgens, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins.

Er war die treibende Kraft, beide Projekte auf den Weg zu bringen, dankt der Kirchengemeinde für die Unterstützung und allen Ehrenamtlichen für ihr Mitwirken. „Wir freuen uns über die ersten Ergebnisse und über das entstandene Miteinander“, so Irgens.

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