Ausstellung zum Ersten Weltkrieg : Das Elend an der Heimatfront

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Gestern wurde sie in der Rosenstadtschule eröffnet, die Sonderausstellung zum Thema „Erster Weltkrieg“, erarbeitet von der Archivgruppe der Kulturgemeinschaft Tornesch. Bislang war die Schau, die regionale Begebenheiten aufgreift und beschreibt, in der Altentagesstätte an der Pommernstraße (Pomm 91) zu sehen. In der Uetersener Gemeinschaftsschule an der Seminarstraße wird die Schau noch bis Ende Februar täglich (montags bis freitags) gezeigt. Auch für die interessierte Öffentlichkeit, wie Schulleiter Wolfgang Balasus gestern ausdrücklich betonte.

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29. Januar 2015, 18:18 Uhr

Die Ausstellung besteht im Wesentlichen aus zwölf Themen-Tafeln, die sich mit dem Geschehen der Jahre 1914 - 1918 in Tornesch und Umgebung befassen. Zudem sind mehrere Exponate in einer Vitrine zu sehen, so Stahl- und Offizierhelme, Dokumente aus privater Leihgabe und weitere Besonderheiten aus dem Umfeld des Soldaten im Felde.

Zu erkennen ist das unermessliche Leid von kämpfender Truppe und Zivilbevölkerung. Mangel gab es nicht nur an der Front, sondern auch zu Hause. Dort fehlten die Arbeiter, die in den Krieg gezogen waren. Fernab der Heimat durch aus mit Hurra, doch zu Hause ohne diese Begeisterung. Der einsetzende Hunger verwehrte den Menschen ihren Patriotismus. Annette Schlapkohl, Historikerin aus Tornesch, führte in die Ausstellung thematisch ein. Der Schulleiter hat zudem sechs Schüler des zehnten Jahrgangs begeistern können, als Ausstellungslotsen zu fungieren. Sie sollen alle Schüler der achten bis zehnten Jahrgangsstufe durch die Ausstellung führen. Der 1. Weltkrieg brach vor 100 Jahren aus, als auslösendes Moment dafür gilt das Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914. Damals wurden der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg, bei ihrem Besuch in Sarajevo ermordet.

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