Handball : Das Derby lebte von der Spannung

In einem heiß umkämpften Derby gewannen die 1. Frauen des TSV Uetersen gegen den TuS Esingen II am Sonntagnachmittag in der Sporthalle Seminarstraße am Ende mit 27:21 (13:13) Toren.

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05. Februar 2013, 21:22 Uhr

Es war kein tolles Spiel, aber richtig spannend bis zur 50. Minute (20:20). Dann kam bei den TuS-Frauen der Einbruch und Nicola Toillié sah es so: „Eigentlich schade, dass wir in einer fairen Begegnung acht überzogene Zeitstrafen (Uetersen sieben, die Red.) vom Schiedsrichter bekamen. Als Wiebke Ruckenbiel und ich dann zusammen mit einer weiteren Spielerin von uns nicht auf dem Feld waren, konnte Uetersen mit drei Toren (23:20) davonziehen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass wir viele Chancen, auch vom Siebenmeterpunkt, liegen gelassen haben.“

Bei der Flut von Zeitstrafen kam das Kampfgericht mit Jan-Hinnerk Plump und Nils Ladiges gar nicht mit, so fehlten dann einige Strafen auf dem Spielbericht. Weil die Esingerinnen 50 Minuten gut gekämpft haben, konnte sich der TSV nie befreien. Esingen zwang die Heimsieben zu Abspielfehlern und hatte dazu mit Ann-Katrin Müller im Tor einen guten Rückhalt. Selbst bei Tempogegenstößen von ihrer ehemaligen Teamkameradin aus Uetersener Zeiten, Tugce Kümis, ließ sie sich einige Male nicht überwinden.

Dabei hatte es zu Beginn gar nicht gut für den TuS ausgesehen (3:0). Dann ließ man Anja Bredow im TSV-Tor wenig Chancen sich auszuzeichnen, weil Uetersen in der Abwehr immer einen Schritt zu spät war.

Esingen kam zum Ausgleich und in der 14. Minute zur ersten Führung (5:6), die auf 7:10 (21. Minute) ausgebaut werden konnte. Allerdings ließ Esingen dann einige Treffer von den Außenpositionen zu, so dass Uetersen den Rückstand in eine Führung umwandeln konnte. Mit 13:13 ging es in die Pause. Auch nach dem Wechsel lag Esingen vorerst immer mit einem Zähler vorn. Dann war man den schnellen TSV-Angriffen nicht mehr gewachsen, kassierte den Ausgleich (17:17, 40. Minute). Die Spannung konnte Esingen bis 10 Minuten vor Schluss halten. Die Uetersenerinnen wussten nun, was durch Kampf und Willen zu erreichen ist und kamen zum Sieg. Gut auch, dass sich Cindy Ahrens im TSV-Tor steigern konnte und gegen Ronja Kaduk dreimal in Folge von der Außenposition abwehrte.

Ralf Gothe war stolz auf seine Truppe. Der Einsatz, Kampf und vor allem der Wille war von Anfang an zu spüren. Die Mannschaft hatte dadurch nach den letzten Pleiten ein deutliches Zeichen setzen können.

16:15 (6:6) haben die Frauen des Moorreger SV gegen den Rellinger TV (RTV) verloren. Rellingen begann gut. Der MSV suchte nach Ordnung in den Anfangsminuten. Der RTV ging in Führung (2:1). Nach dem Ausgleich zogen die Gastgeberinnen mit 5:2 davon. Ein paar gute Konter brachten Moorrege wieder heran (5:5). Jetzt ließ der MSV viele Möglichkeiten aus, man hätte längst in Führung liegen können. 6:6 zur Pause.

Der RTV kam besser aus der Kabine und Moorrege musste hinterherlaufen. Man erkämpfte sich zwar den Ball, konnte zu Tempogegenstößen ansetzen, aber nutzte sie nicht. Immer wieder Fangfehler und Fehlpässe in Situationen, wo man beim MSV geglaubt hatte, dass es jetzt rund laufen könnte. Anstatt das Spiel an sich zu reißen, ließ man dem RTV Chancen, die gnadenlos verwertet wurden. Viermal wurden Überzahlsituationen „verdaddelt“, dazu wurden vier Siebenmeter nicht genutzt. Andree Buhse: „Wir haben Fehler gemacht, die ich so von meinem Team nicht gewohnt bin.“

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