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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 09:56 Uhr

Neujahrsempfang : Das Aus für die Partnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Knapp zwei Wochen nach dem Jahreswechsel haben sich 120 Vertreter von Verwaltung, Wirtschaft und Politik, Feuerwehr, Bundeswehr und Polizei sowie viele interessierte Bürger zum traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde getroffen. Damit war die Resonanz deutlich größer als in den Jahren zuvor, der Saal im historischen Bürgerhaus am Ende so voll, dass die letzten Gäste nur noch einen Stehplatz im Vorraum fanden.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2013 | 19:00 Uhr

In seiner Neujahrsrede ging Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (CDU) auch auf eine Entwicklung ein, die von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde, ihn aber nicht unberührt gelassen hat: In 2012 kündigte Appen der Stadt Neukalen in Mecklenburg-Vorpommern die Partnerschaft.

Die Entscheidung war offenkundig eine einseitige: Glaubt man Medienberichten, wussten die Neukalener Politiker von nichts, bis sich im Juli die Appener Abordnung bei Bürgermeister Willi Voß ankündigte.

Sechs Monate später nachdenkliche Worte von Hans-Joachim Banaschak: „Wir hätten mehr und zeitiger miteinander reden sollen, um dann möglicherweise zu einem anderen Ergebnis zu kommen“, sagte er. Das Einschlafen der Beziehungen sei augenscheinlich personellen Wechseln und der Aufgabe der Selbstständigkeit der Stadt Neukalen geschuldet. Die Grundlage für das Ende der Partnerschaft hatten die Gemeindevertreter mit einer entsprechenden Entscheidung gelegt, sehr zum Ärger auch einiger Appener Vereine wie etwa des Etzer Bundes. „Die partnerschaftlichen Beziehungen wie in der Gründungsurkunde vorgesehen, fanden Jahre lang nicht mehr statt“, so Appens Bürgermeister. In den lokalen Medien in Neukalen hatte der Schritt allerdings für ein negatives Echo gesorgt.

Es gab jedoch auch viel Gutes zu berichten. Banaschak nannte den Erhalt der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen, erste Anzeichen einer Entspannung der gemeindlichen Finanzsituation, gelungene Veranstaltungen wie das konfessionsübergreifende Erntedankfest oder den Fortbestand der Gemeindebücherei in der gegenwärtigen Form.

Das Aufleben der Veranstaltungsreihe „appen classics“ lobte der Bürgermeister ebenso wie die anhaltende Erfolgsgeschichte von „Appen musiziert“, derer sich in diesem Jahr erstmals auch die Fernsehsender ZDF und ARD annehmen werden. Die Gemeinde dürfte demnächst also bundesweit bekannt werden. Appen ehrt engagierte Bürger

Als „die guten Geister der Gemeinde“ hat Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak sie bezeichnet und holte die, die sonst fast ausschließlich hinter den Kulissen wirken, ins Rampenlicht: Eine Gruppe ehrenamtlich engagierter Damen des Deutschen Roten Kreuzes ist während des Neujahrsempfanges ausgezeichnet worden.

Zu dem eingespielten Team gehört auch jener Mann, den in der Gemeinde jeder liebevoll „Heinzi“ nennt. Banaschak erinnerte an seine besonderen Verdienste in den vergangenen Jahrzehnten. Ohne ihn, so der Bürgermeister, laufe bei wichtigen Veranstaltungen gar nichts. Dafür darf er zusammen mit dem Rest der Gruppe einmal entspannt Essen gehen, denn die Gemeinde spendierte zum Dank einen Restaurantgutschein.

Auch Bärbel Pein und Axel Seidenthal wurden von Banaschak ausgezeichnet. Sie sind die „Sportler des Jahres“ im TuS Appen. Erstmals wurde die Ehrung im Rahmen des Empfanges vorgenommen. Beide gelten als ideale Preisträger, weil sie nicht nur sportlich aktiv sind, sondern sich im Verein seit Jahrzehnten auch ehrenamtlich engagieren. Pein, seit 1967 Mitglied, ist seit mehr als 40 Jahren Übungsleiterin und kümmert sich in erster Linie um das Kinderturnen. Ebenso lange ist die Lehrerin, die an der Appener Grundschule arbeitet, Fußball-Schiedsrichterin und damit Vorreiterin für viele Frauen. Zudem ist die Gemeindevertreterin Schiedsrichterob- „mann“ und kümmert sich um den Schiedsrichternachwuchs.

Axel Seidenthal (Mitglied seit 1950) ist Mitbegründung der Tischtennisabteilung im Jahr 1966, nachdem er seine Fußballschuhe aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel gehängt hatte. Sportlich hat er alles erreicht, was man auf regionaler Ebene erreichen kann, bestritt in seiner Laufbahn 1000 Punkt- und Pokalspiele, ist amtierender Vereins- und Kreismeister bei den Tischtennissenioren.

Schließlich kümmert er sich um die Zukunft seines Sports in Appen, betreut Nachwuchsspieler, akquiriert neue Spieler, gilt als unverzichtbarer Ideengeber und als Seele der Abteilung.

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