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Uetersener Nachrichten

21. September 2017 | 14:06 Uhr

Handball : Dank Hahns Hammer im Finale

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Unschöne Begleitumstände hatte am Dienstagabend das HHV-Pokal-Halbfinale der 1. männlichen A-Jugend des TuS Esingen (Oberliga) beim klassentieferen Niendorfer TSV (Hamburg-Liga): Die angesetzten Schiedsrichter Christian Harms/Alexander Rieboldt (Norderstedt) erschienen nicht – schließlich sprang Luca Wiese, Spieler der Niendorfer Landesliga-Männer, ein. Und da in der Halle am Sachsenweg die Anzeigetafel nicht funktionierte, mussten die gute alte Stoppuhr am Kampfrichtertisch sowie die vom Tischtennis bekannte Klapptafel den technischen Fortschritt ersetzen.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2014 | 21:13 Uhr

Beide Teams begannen nervös und es dauerte fast fünf Minuten, bis der erste Treffer fiel. Diese NTSV-Führung egalisierte Lukas Geertz prompt. Obwohl TuS-Torwart Jorrit Sommer anschließend einen Siebenmeter abwehrte, führten die Hausherren nach neun Minuten mit 5:2. Die Esinger hatten Pech bei Pfostenwürfen und Fehlpässen; einzig Geertz hatte sein Visier schon gut eingestellt und erzielte die ersten drei TuS-Treffer im Alleingang. Die nächsten drei Gäste-Tore gingen auf das Konto von Mirko Hahn und in der 19. Minute gab es einen Zwischenstand von 8:8. Vergeblich versuchte NTSV-Trainer Michael Timm, den Lauf der Gäste mit einer Auszeit zu stoppen: Benedikt Vollbehr brachte die Esinger aus dem Rückraum mit 8:9 erstmals in Front (20.). Beim Stand von 12:10 parierte TuS-Torwart Niklas Beckemeyer einen Tempogegenstoß. Auf der Gegenseite fanden zwei von drei Hahn-Würfen den Weg ins Ziel zum 12:12-Pausenstand, den Beckemeyer mit einer weiteren guten Parade festhielt.

Nach dem Seitenwechsel waren die Esinger gedanklich noch in der Kabine, was die Hausherren nutzten, um auf 17:13 davonzuziehen (38.). Dann schlug die Stunde von Tim Reichert, der, wiederholt auf der Rechtsaußenposition gut von Hahn in Szene gesetzt, seine acht Treffer allesamt in Durchgang zwei erzielte. Beim 20:21 führten die Gäste erstmals wieder, doch beim Stand von 27:24 (56.) sah Niendorf wie der sichere Sieger aus. Der Favorit aus Tornesch schlug aber zurück: Vollbehr per Siebenmeter, Hahn mit einem Gegenstoß und erneut Hahn egalisierten zum 27:27 (59.).

Vollbehrs Rückraum-Kracher zum 27:28 glichen die Niendorfer zum 28:28 aus, nun waren noch acht Sekunden (!) zu spielen. Die Gäste nahmen ihre Auszeit. Nach dem Wiederanpfiff bekam Hahn den Ball, stürmte auf die NTSV-Abwehr zu und zog noch vor der Neunmeterlinie ab. Der Ball donnerte oben rechts in den Winkel zum 28:29, die Schlusssirene ertönte und die TuS-Talente feierten ihren Einzug ins Finale – was für ein glückliches Ende nach einem dramatische Handball-Krimi!

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