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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 23:55 Uhr

„Da ist Freiheit!“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Waldkindergarten der Christuskirche Uetersen ist zehn Jahre alt geworden. Das haben rund 200 Menschen am Freitag in Langes Tannen in der Museumsscheune und auf der Obstbaumwiese gefeiert.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 21:49 Uhr

„Ich glaube, Herr Lange hätte seine helle Freude an dieser Entwicklung des Waldes gehabt“, sagte Bürgervorsteher Adolf Bergmann in Erinnerung an Jacob Lange, den ehemaligen Eigentümer des Geländes, auf dem sich inzwischen an fünf Vormittagen pro Woche 18 Kinder tummeln. Bergmann betonte: Die Erzieherinnen leisteten nicht nur pädagogisch „Hervorragendes“, sondern trügen auch zum Erhalt des Forstes bei, indem sie Bäume pflanzten. Die Kinder setzten auf der Wiese eine „Gellerts Butterbirne“.

An große Widerstände gegen die Gründung eines Waldkindergartens erinnerte der Förster im Ruhestand Hans-Albrecht Hewicker. Langes Tannen gehörte vor zehn Jahren zu seinem Einzugsbereich. Zu den Kindern sagte er: „Ihr wisst, was es alles zu entdecken gibt, aber es ist schwierig, den Großen das klarzumachen.“ Ein Waldkindergarten biete den Jungen und Mädchen etwas Besonderes: „Es ist nicht normgerecht, es gibt keinen TÜV, aber gerade das wollen wir ja: Da ist Freiheit und kein Zaun“, sagte er unter großem Applaus. Hewicker betonte: Waldkinder hätten in der Schule deutlich weniger Probleme als andere. „Wenn ich versuche, mit einem Grashalm dem Käfer zu helfen, der den Ast nicht allein bewältigt, entwickle ich viel mehr Feinmotorik als mit der Schere“, sagte der Förster. Kindergartenleiterin Kristine Klatt lobte die Erzieherinnen der Waldgruppe: Eilika Plath, Sandra von Wieding und Ines Welling. „Ihr seit ein sehr engagiertes und kreatives Team“, sagte sie. Elaine Hock bedankte sich im Namen der Eltern: „Euer Einsatz übertrifft alle Vorstellungen!“

Die Kinder sangen und führten ein pantomimisches Stück auf. Plath zeigte einen Film über den Alltag im Waldkindergarten. Die Besucher konnten Laternen und Holzautos basteln sowie Seifen, Sirup und andere Mittel aus Waldkräutern kaufen.

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