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Frühstück für Flüchtlinge : Couragiertes Schülerprojekt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, so heißt ein deutschlandweites Projekt, dem sich immer mehr Bildungseinrichtungen auch in Schleswig-Holstein anschließen. An der Rosenstadtschule bemüht man sich ebenfalls um diesen Titel und ist seit gestern dem Ziel wieder ein ganzes Stück näher gekommen.

Zehntklässler, die kurz vor ihrer Entlassfeier stehen, haben Flüchtlingskinder, die „ihre“ Schule in den beiden DaZ-Klassen besuchen, zum Frühstück in die Mensa eingeladen. Doch damit nicht genug. Im Anschluss an das gemeinsame Mahl an der Bleekerstraße machte sich die insgesamt neun Organisatoren auf den Weg nach Langes Tannen – zum Ostereiersuchen.

Dieser österliche Brauch wurde vorgezogen, weil in der kommenden Woche die Ferien beginnen. Doch auch die eigentliche Bedeutung von Ostern als das höchste christliche Fest vermittelten die Zehntklässler den DaZ-Schülern, die den besonderen Charakter dieses Festes auch verstanden und sich dennoch über die bunten Eier aus Schokolade gefreut hätten, sagte Glenn Oyda aus der 10c.

Frühstück und Ostereiersuchen fußen auf einem Unterrichtsprojekt im Fach WiPo (Wirtschaft und Politik).

Dass Schüler es waren, die hier couragiert zu Werke gingen, liegt an der Materie von „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ selbst. Handelt es sich doch um ein Projekt von und für Schüler. Schulen, die sich um diesen Titel bewerben, sollen mit regelmäßigen Aktionen das Klima an ihrer Schule aktiv mitgestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören inzwischen mehr als 2000 Schulen an.

Um den Titel zu erwerben, muss auch die Rosenstadtschule folgende Voraussetzung erfüllen: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten (Schüler, Lehrer und technisches Personal) verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Dass die kommissarische Schulleiterin, Gisela Leffers, den Titel möchte, unterstrich sie auch gestern wieder doppelt.

Zum einen beteiligte sie sich am Frühstück in der Mensa. Zum anderen lobte sie das Engagement der Zehntklässler, die den Tag völlig selbstständig geplant und durchgeführt hätten.

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erstellt am 18.Mär.2016 | 18:41 Uhr

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