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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 21:13 Uhr

Führung : Comeback beim Freibad-Förderverein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist nicht leicht, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich in einem Verein engagieren. Die Förderer des Naturbades Oberglinde konnten während der jüngsten Jahresversammlung erfolgreich eine Führungskrise lösen.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2013 | 19:25 Uhr

Denn der Vorsitzende Dieter Gering hatte bereits vor gut einem Jahr angekündigt, nicht weitermachen zu wollen. Manche im Vorstand hatten ihm die Rücktrittsgedanken nicht abgenommen, berichtete er während der Versammlung im „Steak House Grando Sukredo An’n Himmelsbarg“. Doch der Mann, der fünf Jahre die treibende Kraft des Vereins war, mochte nicht mehr. „Mir fehlt der ganz große Bums“, erklärte er.

Nach intensiver Suche hatte sich ein Mitglied bereit erklärt, die Aufgabe zu übernehmen. Kurz vor der anberaumten Wahl verstarb jedoch der Kandidat. Die Jahresversammlung musste abgesagt werden.

Gering machte sich wieder auf die Suche – und stieß auf eine gute Bekannte. Monika Hagen gehörte zu den Initiatoren einer Bürgerinitiative gegen die Pläne eines Investors, der aus der Tonkuhle ein Wildwest-Freizeitpark machen wollte. Aus dieser BI ging der Förderverein Naturbad Oberglinde hervor, dessen Gründungsvorsitzende sie war. „Die Umgebung, in der wir leben, sollte eine schöne Umgebung sein“, begründete Monika Hagen ihr Engagement. Und weil das Naturbad dazu beitrage, müsse es erhalten bleiben.

Drei weitere Veränderungen musste der Vorstand verkraften und auch dafür fanden sich Lösungen. Telse Pietsch wollte nicht wieder als stellvertretende Vorsitzende kandidieren. Jan Harries stellte sich als Nachfolger zur Verfügung. Der Selbstständige bekannte freimütig keinerlei Vorstandserfahrungen zu haben, es aber einfach mal probieren zu wollen.

Telse Pietsch und Gering verabschieden sich jedoch nicht ganz aus der Vorstandsarbeit. Sie wurden zu Beisitzern gewählt. Einen in der Region bekannten Zugang kann der Vorstand noch mit dem Uetersener Pastor i.R. Helmut Dieterich verzeichnen. Er wurde in Abwesenheit zum Beisitzer gewählt.

Für Monika Hagen gibt es noch einen weiteren Grund für ihr Comeback. „Uetersen ist unter den Rettungsschirm des Landes geschlüpft“, erklärte die Rechtsanwältin. Und 2016 würde der zwischen der Rosenstadt und der Gemeinde Moorrege ausgehandelte Vertrag über das Freibad auslaufen. Die kostenlose Freizeitanlage ist eine freiwillige Leistung. Uetersen müsste nach den Vorgaben des Landes also mindestens seinen Beitrag reduzieren.

Gering hatte vorher von einem jüngsten Versuch Uetersens berichtet, „an der Finanzierung zu drehen“. Das sei allerdings von Moorrege abgewendet worden. Es sei wichtig, „dass der Förderverein frühzeitig Flagge zeigt“, ergänzte Monika Hagen, „denn es geht um etwas.“ Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) versuchte die Wogen zu glätten. „Das Bad bleibt erhalten“, sagte er. „Das erlaube ich mir auch im Namen der Stadt Uetersen zu sagen.“ Von dort war kein Vertreter zur Versammlung gekommen.

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