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Neujahrsempfang der Stadt : Clevere Lösungen weiterhin finden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

300 Bürger und Gäste aus den Nachbarkommunen folgten gestern der Einladung der Bürgervorsteherin und der Bürgermeisterin zum Neujahrsempfang in die Räume der Schulmensa an der Bleekerstraße. Aus Uetersens Partnerstadt Wittstock angereist waren der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Dr. Karl Gärtner, und Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann. Bürgervorsteherin und Bürgermeisterin begrüßten alle herzlich.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2013 | 20:07 Uhr

Heike Baumann, die auch den musikalischen Gast „Rhythm and Voices“ aus Barmstedt willkommen hieß, rückte das (politische) Ehrenamt in den Focus. „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“, zitierte sie den Athener Perikles, der das bereits vor 500 Jahren gesagt haben soll. Heike Baumann appellierte an alle Bürger, sich, auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kommunalwahl, daran zu beteiligen und sich vielleicht sogar aktiv zu engagieren. Dort werde vieles geleistet – ehrenamtlich. Und: Es solle auch einmal geschrieben werden, dass man sich dort nicht nur zanke, sondern im vergangenen Jahr immerhin 78 Prozent der Beschlüsse einstimmig erfolgt seien.

Sie befürchte, dass die überall spürbare Politikverdrossenheit auch eine Folge überzogener Erwartungshaltungen der Bürger an den politischen Prozess sei. „Politikverdrossenheit ist somit auch Ausdruck einer unrealistischen Erwartungshaltung der Menschen an das politische System“. Man müsse viel mehr miteinander reden, Hintergründe erfragen, Verständnis zeigen und dann die Sichtweise ändern. „Überzeugen Sie Ihre Gesprächspartner sich einzubringen, sich einzumischen. Ob in der Politik oder in anderen Bereichen. Wir haben viele ehrenamtliche Aufgaben, die auf neue fleißige Hände warten“, schloss sie.

Auch die Bürgermeisterin warb für mehr Sachlichkeit und Fairness. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten das von uns.“

Uetersen sei keine reiche Stadt, „aber wir sind eine Gemeinschaft, die kraftvoll ist und die immer wieder aus sich heraus die Stadt vorangebracht hat. Wir stellen uns den Herausforderungen und tauchen nicht ab, wenn es schwierig wird“, sagte Andrea Hansen. Sie freue sich über die Erfolge des Stadtmarketings. „Als kleinere Stadt haben wir ja längst nicht die Finanzmittel wie andere, aber wir machen eben mit plietschen Ideen und viel Engagement auf uns aufmerksam.“

Nicht freuen könne sie der Umgang mit Wirtschaftsförderin Maike Koschinski in jüngster Zeit, die seit Jahren einen guten Job mache. Es gehöre sich, dass man ihr und allen anderen in der Verwaltung Verantwortung Tragenden zumindest die Wertschätzung zukommen lasse, die sie verdienten. Und manche täten das eben nicht.

Uetersen könne stolz sein auf so manche Leistung der vergangenen Jahre: Mensa Bleekerstraße, Ausbau der Kinderbetreuung, neue Krippe in Langes Tannen, energetische Sanierung zahlreicher Gebäude, neuer Gerberplatz, neue Wassermühlenstraße, Sanierung auf unserem Streckenabschnitt der K22, Hafenentwicklung, Ausbau der Feuerwache, Entwicklung neuer Baugebiete, Investitionen in die Schulen, kulturelle Glanzlichter und Ausbau des Museumsangebots, Modernisierung des Rosariums, und Modernisierung der Stadt – es gebe diesbezüglich viel Berichtenswertes.

Auch in Zukunft werde Uetersen sich den Herausforderungen stellen und Lösungen finden, „eine Lösung, die zu dieser Stadt und ihren Menschen passt. Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein glückliches neues Jahr. Bleiben Sie gesund und munter! Uetersen solle bunt und selbstbewusst, solidarisch und stark bleiben. Und Sie alle werden dafür gebraucht“, schloss die Bürgermeisterin.

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