zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 01:18 Uhr

Kirche : Christen üben Stille ein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Etwa 150 Christen aus rund 45 Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (EFG) zwischen Lüneburg und Flensburg trafen sich kürzlich in Uetersen. Sie hielten in der Christuskirche die jährliche Ratstagung ihres Landesverbands Norddeutschland ab.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 17:56 Uhr

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland umfasst mehr als 800 Ortsgemeinden mit insgesamt etwa 81000 Mitgliedern. Im Unterschied zur evangelischen Kirche taufen sie Menschen nicht als Säuglinge, sondern auf das Bekenntnis ihres Glaubens hin als Erwachsene. Auf regionaler Ebene organisieren sie sich in zwölf Landesverbänden. Zu dem norddeutschen Verbund gehören 62 Gemeinden mit mehr als 6500 Mitgliedern.

Die Landesverbände verstehen sich als Solidargemeinschaften. „Das heißt, dass man sich geistlich, personell, finanziell und strukturell gegenseitig hilft und gemeinsam Verantwortung in den Regionen übernimmt“, heißt es im Berichtsheft.

Diese Hilfe nahm bei der Tagung konkrete Form an. Die 122 Abgeordneten sagten der etwa 60-köpfigen EFG-Hamburg-Reinbek einstimmig finanzielle Unterstützung zum Bau einer behindertengerechten Rampe am Gemeindehaus zu.

Anregungen für eine Spiritualität der Stille gab Anja Neu-Illg, Pastorin der EFG Hamburg-Eimsbüttel. Sie hatte sich bei der Nordkirche zu einer Begleiterin von Exerzitien – geistliche Übungen mit Stille, Gebet und Schweigen – ausbilden lassen. In einem Vortrag unter dem Titel „Ewig lockt die Stille“ erläuterte sie, dass der alttestamentliche Gottesname JHWH „Ich bin da“ bedeute. „Deshalb lohnt sich jede Bemühung, auch selbst da zu sein. Gott besucht uns oft, aber wir sind nicht da“, sagte sie. In praktischen Übungen leitete sie das Publikum zum Dasein in der Stille an.

An Ständen und in Berichten vor dem Plenum präsentierten Einrichtungen und Werke im BEFG ihre Arbeit. Vertrauenspastor Siegfried Holtz stellte vier neue Kollegen vor: Frank-Eric Müller (Hamburg-Grindelallee), Anselm Stiehl (Lübeck-Kücknitz), Tobias Kaiser (Flensburg) und Rüdiger Kuhn (Hamburg-Harburg, Niemannstraße).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert