Gerechtigkeit : Cem Özdemir auf Stippvisite

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Die „Herdprämie“, also das Betreuungsgeld, das an Eltern gezahlt wird, die ihre Kinder nicht in Krippe oder Kindergarten schicken, seien Milliardenbeträge, die schlicht und einfach zum Fenster hinausgeworfen werden, sagte Cem Özdemir vom Vorstand der Grünen Bundespartei und Baden Württembergischer Bundestagsabgeordneter in der Fachhochschule in Wedel. Dieses Geld sollte lieber dafür verwendet werden, Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen besser und kostenfrei auszustatten, um somit nachhaltig Kinder, Jugendliche und Studenten besser zu qualifizieren.

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13. Januar 2012, 21:47 Uhr

Fachhochschulleiter Professor Dr. Eike Harms hatte dem um eine halbe Stunde verspäteten grünen Bundespolitiker, der zuerst zusammen mit der Grünen-Landesvorsitzenden Eka von Kalben und der Landtagsabgeordneten Ines Strehlau Fragen von Studenten beantwortete, vorgeschlagen, die in der privaten Fachhochschule anfallenden Studiengebühren mit einem Landeskredit an die Studierenden abzufangen, der nach dem Studium zurückgezahlt werden könnte.

Ein ähnliches Modell habe es mit dem Ausbildungsförderungsfonds schon einmal gegeben, erinnerte sich Özdemir, dessen Partei strikt gegen erhobene Studiengebühren votiert, um jedem Auszubildenden ein Studium zu ermöglichen, egal wie dick das Portemonnaie der Eltern sei.

Unklug oder schlicht und einfach dumm sei der Plan der jetzigen Landesregierung, sämtliche Zuschüsse für die Fachhochschule auf Null zu fahren, ergänzte die grüne Landtagsabgeordnete Ines Strehlau, die eine gemeinsame Schul- und Hochschulplanung und einen unkomplizierten gegenseitigen Schulbesuch zwischen den beiden Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein anstrebt.

Die stärkere Sicherung der Finanzierung der Fachhochschule, die auch die Studenten mit Vehemenz eingefordert hatten, können die Grünen jetzt noch nicht versprechen, so Eka von Kalben, aber sie werde den Wunsch nach einer Zielvereinbarung mit auf den Weg zum grünen Landesparteitag nach Kiel und mit in den Wahlkampf nehmen, zu dem auch Cem Özdemir nach seiner Stippvisite in Wedel davoneilte.

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