Kommunalwahl 2018 : CDU wird stärkste Kraft in Uetersen

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Die SPD verliert bei der Kommunalwahl 4,6 Prozentpunkte. Grüne, BfB und FDP legen hingegen zu.

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07. Mai 2018, 14:30 Uhr

Uetersen | Die CDU ist Wahlsiegerin in der Rosenstadt geworden. Die Christdemokraten wurden stärkste Kraft in Uetersen, verlieren aber im Vergleich zur Wahl von 2013 leicht (32,5 Prozent − 2013 32,89 Prozent). Weiterhin kommt die CDU auf neun Sitze in der Ratsversammlung.

Die SPD ist der Verlierer der Kommunalwahl. Die Sozialdemokraten büßten am Sonntag mit 28,8 Prozent der Stimmen ein Ratsmandat ein (2013: 33,4 Prozent). Die Grünen festigten hingegen ihr Ergebnis von 2013 und verteidigen mit 15,7 Prozent ihre vier Ratssitze (2013 kamen die Grünen auf 13,92 Prozent). Ähnliches ist der Wählergemeinschaft Bürger für Bürger (BfB) gelungen. Auch sie werden in der kommenden Ratsversammlung mit vier Mandatsträgern vertreten sein. Die BfB konnte 14,8 Prozent aller Wählerstimmen auf sich verbuchen (2013 waren es 13,85). Zurück zur Fraktionsstärke ist die FDP gekehrt. Die Liberalen eroberten stolze 8,3 Prozent aller gültigen Stimmen. Damit kommen sie auf zwei Ratssitze. 2013 erzielte die FDP schlappe 4,14 Prozent, büßte damit den Fraktionsstatus ein und schloss sich der CDU an, was diese zur stärksten politischen Kraft werden ließ.

Das hat die CDU nun nicht mehr nötig. Sie ist auch ohne Hilfe der Liberalen stärkste Kraft, wird daher aller Voraussicht nach den Bürgervorsteher, den Ersten Stadtrat und den Vorsitzenden des Hauptausschusses stellen. Wie bisher auch. Und die FDP kann sich auf sich selbst konzentrieren, kann verstärkt liberale Werte betonen.

Für die Wahlvorstände, die die Kommunalwahl durch ihre freiwillige Präsenz gestern unterstützt haben, war der Tag erst gegen 21 Uhr zu Ende.
Klaus Plath
Für die Wahlvorstände, die die Kommunalwahl durch ihre freiwillige Präsenz gestern unterstützt haben, war der Tag erst gegen 21 Uhr zu Ende.
 

Aber: Wer auch immer in der kommenden Wahlperiode etwas durchsetzen möchte, muss auf Partnersuche gehen. Einfacher wird es für niemand. SPD und Grüne kommen zusammen auf zwölf Sitze. CDU und BfB auf 13. Bleibt die FDP − wohin sie sich bewegt, könnte am Ende ausschlaggebend sein.

Doch ob es immer so kommt, oder ob sich, wie in der Vergangenheit auch, ganz andere Allianzen schließen werden, bleibt abzuwarten. Und dann darf auch nicht vergessen werden, dass sehr viele Beschlüsse einstimmig erfolgen. Aber das alles war gestern kein Thema bei den Wahlpartys. Entweder es knallten die Sektkorken, oder es galt, manch’ Träne zu trocknen. Und die Erkenntnis auch dieser Wahl: Irgendwie spielen Bundes- und Landestrend auch auf lokaler Ebene eine Rolle.

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