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Wirtschaftsförderung : CDU versteht die Aufregung nicht

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Andreas Stief ist empört: „In der Ratsversammlung am vergangenen Freitag hat es keinen Antrag zur Änderung der Arbeitszeit im Bereich Wirtschaftsförderung gegeben“, stellt der CDU-Sprecher klar. Seine Fraktion und er fühlen sich missverstanden. Deshalb hatten Stief, der Erste Stadtrat Andreas Faust und Ratsfrau Ariane Labahn-Seidel zu einem Gespräch ins Pressecafé eingeladen. Sie wollten Licht ins Dunkel bringen.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 21:56 Uhr

„Die Kürzung der Arbeitszeit ist bereits am 17.12.2012, also vor einem Jahr, mit den Stimmen von CDU, BfB und der damals noch vertretenen FDP in der Ratsversammlung gefallen“, sagte Stief. Er versteht deshalb die Aufregung nicht, die jetzt entbrannt ist. „In der Ratsversammlung am Freitag, dem 13. Dezember diesen Jahres, ging es lediglich um die Anpassung der Produktbeschreibung in der Wirtschaftsförderung“, ergänzte er.

Dass die SPD während der Ratsversammlung einen mündlichen Antrag stellte, die Arbeitszeit von einer Viertelstelle erneut auf eine halbe Stelle zu erhöhen, bezeichnete Stief als Polemik. Sein Fraktionskollege Andreas Faust wurde deutlicher: „Frau Hansen ist im Wahlkampfmodus zur Bürgermeisterwahl 2014“, sagte er.

„Natürlich sind für uns als CDU die Wirtschaft und die Wirtschaftsförderung wichtige Themen“, betonte Stief. Aus CDU-Sicht könnte in Uetersen einiges besser laufen. Der Fraktionsvorsitzende verwies auf Leerstände in der Innenstadt und auf Unternehmen wie WittePumps, die Uetersen verlassen. Deshalb wollen die Christdemokraten Aufgaben zukünftig anders verteilen.

Dem aktuellen Beschluss folgend muss Bürgermeisterin Andrea Hansen ab 1. Januar 2014 Aufgaben aus dem Tätigkeitsbereich der Wirtschaftsbeauftragten übernehmen. Dazu zählen die Bestandspflege und Standortsicherung von Betrieben, die Unterstützung von Firmen bei der Suche von Standorten, Leerstandsmanagement, die Teilnahme an wirtschaftsrelevanten Veranstaltungen und die Kontaktpflege zu Unternehmen. „Es geht uns nicht darum, jemandem seinen Arbeitsplatz wegzunehmen. Frau Hansen hat als Verwaltungschefin die Möglichkeit, Arbeit zu delegieren – auch an die Wirtschaftsförderung“, so die Argumentation der Christdemokraten. Außerdem sei die Wirtschaft Chefsache. „Leiter großer Betriebe wollen Gesprächspartner auf Augenhöhe“, meinte Ratsfrau Labahn-Seidel. Den Vorschlag der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG), sich an einen runden Tisch zu setzen, begrüßte Fraktionssprecher Stief, gab aber zu bedenken, dass es auch Gewerbetreibende gebe, die nicht in der IHG vertreten seien.

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