Generalverkehrsplan : CDU: Steuergeld nicht verschwenden

Die Entscheidung der Christdemokraten, dass sie die Erstellung eines Generalverkehrsplanes erst nach Beendigung verschiedener Baumaßnahmen in der Stadt als sinnvoll erachten, ist auf öffentliche Kritik gestoßen.

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26. Oktober 2011, 21:20 Uhr

Doch für die Christdemokraten ist klar, dass ein Gutachten mit dem Status-Quo nur eine Verschwendung von Steuergeldern darstellt. „Die Kritik, die uns zurzeit von einigen Interessengruppen entgegenschlägt, ist inhaltlich nicht zutreffend. Zu den gewählten Worten und Anfeindungen möchte ich gar nicht erst Stellung nehmen“, so der Fraktionsvorsitzende Christopher Radon.

Er mutmaßt, dass die Interessengruppen laut nach einem Generalverkehrsplan rufen würden, weil sie sich erhofften, dass die angestrebten Baumaßnahmen wie die K22 und die Sportplatzverlagerung noch weiter aufgeschoben werden.

„Wenn wir jetzt losgehen und einen Generalverkehrsplan erstellen, werden wir in Anlehnung an die angeschobenen Maßnahmen dieselben Verkehrszahlen und Ergebnisse bekommen, wie sie auch jetzt schon vorliegen, nur eben zusammengefasst. Dafür müssen wir kein Geld in die Hand nehmen“, betont Henry Stümer, CDU-Mitglied im Bauausschuss. Er verweist darauf, dass jedes anstehende Bauvorhaben, wie die Entwicklung des Wohngebietes von Tornesch Am See oder die Verlagerung des Sportplatzes, von einem separaten Verkehrsgutachten begleitet wird, sodass die Auswirkungen auf die Verkehrssituation erkennbar seien und bewertet werden könnten.

Für die Christdemokraten macht nur ein ausführliches Gutachten über die Stadtgrenzen hinweg wirklich Sinn. „Tornesch ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Kreis Pinneberg. Der Verkehr aus Moorrege, Uetersen und Heidgraben fließt hier durch. Da reicht eine kleinflächige Betrachtung unseres Zentrums nicht“, begründet Andreas Quast, ebenfalls CDU-Ratsherr im Bauausschuss, die Entscheidung der Christdemokraten für einen Verkehrsplan, dessen Ziel es ihrer Ansicht nach sein muss, den Verkehr aus den Umlandkommunen möglichst gering durch Tornesch zu führen. „Die K22 würde immer als Entlastungsstrecke für unser Zentrum als geeignete Maßnahme aufgeführt werden“, ist sich Henry Stümer sicher. Aber auch der Ausbau der Westumgehung Pinneberg und der Ausbau des ÖPNV aus den Umlandkommunen Richtung Bahnhof Tornesch ist für die Christdemokraten neben einer genauen Betrachtung des innerörtlichen Verkehrs unerlässlich.

Um alle Verkehrszahlen zu erheben, auszuwerten und daraus Maßnahmen abzuleiten, würden Kosten von mehr als 100000 Euro verursacht, schätzen die Christdemokraten und sie betonen, dass es eine Verschwendung von Steuergeldern sei, zum jetzigen Zeitpunkt ein Gutachten zu erstellen, das nur die Zahlen und Prognosen aller bestehenden Gutachten zusammenfassen könne.

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